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10.02.2009 - 20.18 Uhr
Fünf mal elf Jahre »Spritzer« gefeiert
Rosbach-Rodheim v. d. H. (sky). Seit 55 Millionen Jahren gibt es nach Überzeugung der »Rodheimer Spritzer« bereits das Fastnachts-Gen. So sind sie denn fest davon überzeugt, dass ihr Elferrat zu den Nachfahren jener elf lustigen Urzeitmenschen gehört, die damals schon Freude und Heiterkeit in die »fünfte Jahreszeit« brachten.
Zwar haben die Rodheimer Narren »erst« fünf mal elf Jahre närrischen Miteinanders zu verbuchen, doch über ein paar fehlenden Nullen muss man nicht debattieren, so die Ansicht. Hauptsache sei doch, dass die Heiterkeit diese lange Zeit überdauert habe.
Die »Spritzer«, die Karnevalsabteilung der Rodheimer Feuerwehr, schickten am Wochenende gleich zweimal ein farbenfrohes Faschings-Feuerwerk in den närrischen Himmel. Sowohl bei der abendlichen Prunksitzung als auch beim Seniorenfasching am folgenden Nachmittag sorgten Büttenreden, Garde- und Showtänze sowie Schunkellieder für Stimmung.
Wieder einmal war Benny Muhle als Ideen- und Ratgeber für die Bühnendekoration verantwortlich. Mit einem lodernden Vulkan im Rücken fiel es dem Elferrat daher recht leicht, die Stimmung im Saal anzuheizen. Die Närrinnen und Narren in der Bütt wurden vor den »steinalten Mauern« auf der Bühne des Bürgerhauses ihren Rollen gerecht: Sie nahmen das Alltagsgeschehen auf die Schippe und verbuchten so zahlreiche Lacher für sich. Die Zuschauer im voll besetzten Saal erlebten eine heitere Reise durch Zeit und Raum, die ihren Ursprung dort fand, wo das Lachen erstmals den Menschen erreicht hatte. Die beiden Zeremonienmeisterinnen Ina Spahn und Gisela Metzger zeigten sich zur Freude des Publikums in steinzeitlicher Kleidung - mit dekorativen Tierknochen als Kopfschmuck.
Bei den anderen Akteuren auf der Bühne ging es eher neuzeitlich zu: Sitzungspräsident Dieter Röder plauderte als Protokoller über Aktuelles und Amüsantes aus den vergangenen zwölf Monaten, und auch manche Schelte für örtliche Politiker war zu hören.
Die jungen Damen von »Chapeau Claque« begaben sich mit ihrem Tanz »Jet Set« auf eine Reise in die Neuzeit, und die Minis der Tanzgarde stiegen mit Mary Poppins auf Rodheims Dächer - begleitet von einer ganzen Truppe Schornsteinfeger und bewundernden Blicken aus dem Saal. »Die sind ja so niedlich, die müssten gleich noch einmal tanzen«, hieß es prompt. Diesem Wunsch kamen die Mädchen und Jungen gerne nach.
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