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Elfen und Ritter machen Räubern den Garaus

Artikel vom 04.03.2010 - 22.00 Uhr

Elfen und Ritter machen Räubern den Garaus

Rosbach v. d. H. (lk). Zwischen Waldrittern und Elfen ist die Stimmung angespannt: Eine fremde Ritterschaft wurde in ihrem Land Silvanien gesichtet. Die Elfen sehen in ihnen das Böse, wollen nicht mit ihr zusammenarbeiten. Die Waldritter hingegen sind sich nicht sicher, ob die Fremden eine Bedrohung darstellen.
Die als Elfen und Waldritter verkleideten Kinder streiten mit dem gezückten Schwert für ein vereintes Silvanien.	(Foto: Kaufmann
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Die als Elfen und Waldritter verkleideten Kinder streiten mit dem gezückten Schwert für ein vereintes Silvanien. (Foto: Kaufmann)
Die Fronten zwischen den zuvor friedlich zusammenlebenden Bewohnern Silvaniens sind verhärtet - vor allem seit ein Mitglied der Ritterschaft von den Elfen getötet worden sein soll, obwohl die Waldritter ihm freies Geleit zugesichert hatten.

Am Wochenende leben rund 25 Kinder aus Rosbach und Umgebung diese Geschichte. Jeden Samstag treffen sie sich um 11 Uhr am Rosbacher Beinhardshof, um sich für die kommenden zweieinhalb Stunden in Helden zu verwandeln. Der angrenzende Wald wird dabei immer zu Silvanien - ihrem Land, das sie gegen jedwede Form der Gefahr verteidigen. Bei Wind und Wetter stapfen sie in mittelalterlicher Verkleidung durch das Unterholz und erleben jede Woche ein neues Abenteuer. Geführt und unterstützt werden sie dabei von Waldhütern - so nennen sich die erwachsenen Leiter der Gruppe.

Eine dieser Waldhüterinnen ist Silvia Fölsing, Mitbegründerin des Vereins der »Waldritter«. Die Sozialpädagogin erklärt, was es mit dem so genannten Live-Rollenspiel auf sich hat: »Das Abenteuerspiel bietet den Kindern die Möglichkeit zu toben, ihre Kreativität auszuleben, indem sie in verschiedene Rollen schlüpfen, und spielerisch den Umgang mit der Natur zu erlernen.« Diesmal gehe es darum, das Thema Rassismus sozialkritisch ins Spiel zu integrieren. Dabei gebe es jedoch keine vorgegebenen Entwicklungsabläufe, sondern nur einen groben Handlungsrahmen. »Elfen und Waldritter müssen sich überlegen, ob sie trotz der unterschiedlichen Meinungen zur fremden Ritterschaft weiterhin zusammenarbeiten wollen«, sagt Fölsing.

Die Meinungen der 5- bis 15-jährigen Kinder sind hierzu geteilt: Während manche Waldritter das Vertrauen in die Elfen verloren haben, weisen andere darauf hin, dass der Fremde mit einem Dolch getötet worden sei - einer Waffe, die Elfen eigentlich gar nicht benutzen. Vielleicht sei das Mitglied der Ritterschaft nicht von den Elfen umgebracht worden, sondern jemand anders stecke hinter der Tat.

Nachdem die Elfen die Waldritter zu einem gemeinsamen Fest einladen haben, kommt es zu einer ersten Annäherung zwischen den Waldbewohnern. Als dann das Fest von Räubern gestört wird, stellen sich Elfen und Waldritter Seite an Seite gegen sie. In der Schlacht fallen zwar einige der Bewohner Silvaniens, doch Heilerinnen hauchen ihnen neues Leben ein. Auch stellt sich heraus, dass die Räuber nur angegriffen haben, um ihr eigenes Leben zu retten. Sie leiden an einer seltenen Krankheit, die nur durch die Heilkräuter der Elfen besiegt werden kann.

Wie das Abenteuerspiel weitergeht, entscheiden Waldhüter und Kinder am kommenden Samstag. Neue Teilnehmer sind willkommen. Auch sucht der Verein nach weiteren Waldhüter. »Wer Waldhüter werden will, sollte Interesse am Rollenspiel haben und gerne mit Kindern arbeiten«, sagt Fölsing. Nähere Informationen zum Verein gibt es unter der Telefonnummer 0 60 07/20 83 09.

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