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Harte Arbeit auf der Bühne

Artikel vom 28.04.2009 - 11.00 Uhr

Harte Arbeit auf der Bühne

Reichelsheim-Dorn-Assenheim (ka). »Wir wussten nicht, dass es hier auch eine Festhalle gibt«, bekannte die Ska-Punk-Band Evil Cavies aus Friedberg, die am Samstag die Rocknacht in der Mehrzweckhalle in Dorn-Assenheim eröffneten. In den folgenden Stunden bemühten sich gleich vier Bands - Fräulein Wunder, Evil Cavies, The Jerks und Take Seven - darum, den Saal tatsächlich in eine Festhalle zu verwandeln.
Ihrem Idol ganz nah: Pia (l.) hat es bis auf die Bühne geschafft, wo Chanty von Fräulein Wunder die Menge anheizt.
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Ihrem Idol ganz nah: Pia (l.) hat es bis auf die Bühne geschafft, wo Chanty von Fräulein Wunder die Menge anheizt.
Das Bistro »Cockpit« hatte zum »Rockpit«-Konzert aus Platzmangel nach »Schloggebach« geladen, laut Besitzer Cenk Gönül wurden allein im Vorverkauf mehr als 400 Karten abgesetzt. Attraktion des Abends war die heimische Band Fräulein Wunder, bekannt durch Auftritte bei »Rock am Ring« und Stefan Raabs »Bundesvision Songcontest«, wo sie den sechsten Platz belegten.

Der erste Auftritt gehörte den Cavies, die vor der Aufgabe standen, in die noch gähnende Leere des Saals ein wenig Schwung zu bringen. Unbeirrt powerte die siebenköpfige Combo ihre Setliste durch und sorgte vor allem bei den eigenen Fans schnell für gute Stimmung, die sich allmählich auf das gesamte Publikum übertrug. Dass die Zuschauer nur langsam in die Halle hinein tröpfelten, mag auch an den strengen Sicherheitskontrollen gelegen haben. Die Friedberger Ska-Punk-Band um Sänger und Gitarrist Jerome wusste ihre Zuhörer dennoch zu begeistern.

Als zweite Band betraten die aus Stuttgart angereisten The Jerks die Bühne, die mit kraftvollen und schnellen Gitarrenriffs die Zuschauer für sich gewannen. Die Jungs arbeiteten hart auf der Bühne, und das forderte seinen Tribut: Bassist Chrisse Jerk musste von den Sanitätern am Finger verarztet werden, konnte die Show aber beenden.

Auch der Sound, zunächst wenig überzeugend, wurde mit Fortschreiten des Konzertes besser. Das überwiegend junge Publikum war in Pogo-Stimmung und forderte nun Chanty, Steffy, Pia und Kerstin alias Fräulein Wunder, die am Tag zuvor noch in Dortmund bei »Campus Total« auf der Bühne gestanden hatten. Das Reisen schien den Fräuleins noch in den Knochen zu stecken, denn nach einem druckvollen Opener (»Beiß mich«) flachten Performance und Stimmung etwas ab, daran konnte auch Sängerin Chanty, die mit ihrem Outfit an Amy Winehouse erinnerte und sich stark ins Zeug legte, nichts ändern. Doch spätestens bei ihrem Song »Sternradio« war die Band wieder in bester Verfassung und riss die Zuschauer noch einmal mit. Ein Wehrmutstropfen blieb aber: Die Mädels gaben auch nach lautstarker Aufforderung durch das Publikum keine Zugabe und vertrösteten die Fans mit einer Autogrammstunde im Anschluss an ihren Auftritt.

Nach Fräulein Wunder war der Abend noch lange nicht zu Ende. Mit Take Seven übernahm eine routinierte Partyband den Part des Stimmungsmachers für die Aftershow, die den Event in der Festhalle abrundete, die an diesem Abend ihrem Namen alle Ehre machte.

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Artikel vom 28.04.2009 - 11.00 Uhr
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