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Es »brennt« direkt neben der Tankstelle

Artikel vom 21.10.2009 - 11.00 Uhr

Es »brennt« direkt neben der Tankstelle

Reichelsheim-Dorn-Assenheim (arc). Rund um die Uhr einsatzbereit sein und zu jeder Tages- und Nachtzeit volle Konzentration bringen, egal ob beim Retten, Löschen oder Funken. So erlebten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Dorn-Assenheim den Tag der Feuerwehr am vergangenen Wochenende.
Die als Brandwache zurückgelassenen Kameraden melden sich nicht mehr bei der Übungsleitstelle. Sie müssen rund um die Halle gesu
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Die als Brandwache zurückgelassenen Kameraden melden sich nicht mehr bei der Übungsleitstelle. Sie müssen rund um die Halle gesucht und »gerettet« werden.
Jugendfeuerwehrwart Marcel Kuhl, sein Stellvertreter Nicklas Pipperek, Jasmin Zimmermann und Christopher Ess, Alexander Becker, Boris Dönges und Jochen Konrad hatten unter dem Motto »Ein Tag als Berufsfeuerwehrmann« eine 27-Stunden-Übung organisiert.

Am Freitagabend bezog die Jugendfeuerwehr ihre »Feuerwache«. In der Sport- und Festhalle wurden Schlafplätze eingerichtet, im Feuerwehrhaus provisorische Spinde. Eingeleitet werden sollte das Wochenende mit einem Theorieunterricht, der jedoch jäh von einer Alarmierung »unterbrochen« wurde. »Unbekannte Rauchentwicklung an der Sport- und Festhalle« ließ die Übungsleitstelle Reichelsheim (Nicklas Pipperek) vernehmen. Mit Scheinwerfern wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Der Regen erleichterte zwar die Löscharbeiten, erschwerte jedoch die Menschenrettung. Trotzdem meisterten die jungen Leute ihre Aufgaben mit Bravour, so Kuhl. Nach sportlichen Spielen in der Turnhalle gingen die Jugendlichen zu Bett.

Gegen 2.30 Uhr weckte sie die nächste Alarmierung. Ein Test zur Konzentrationsfähigkeit verlangte den Jungen und Mädchen nun einiges ab. »Von einem Berufsfeuerwehrmann muss man immer volle Konzentration erwarten können«, erklärte der Jugendwart. Danach hieß es ausschlafen bis zum Frühstück. Im Anschluss wurden die Schlafplätze wieder abgebaut und aufgeräumt. Noch vor dem Mittagessen folgten theoretische und praktische Funkübungen und danach ein Film über die Berufsfeuerwehr von New York.

Hilfe naht aus Reichelsheim

»Feldbrand nahe der Raiffeisenhalle« lautete schließlich der nächste »Einsatzbefehl«. Dort angekommen, entdeckte die Jugendfeuerwehr ein Leck an der Tankstelle des Raiffeisengebäudes. Und das unmittelbar neben dem Feldbrand! Nun galt es, schnell zu handeln. Als Unterstützung war der Reichelsheimer Wehrführer Alexander Hitz mit dem dortigen Löschfahrzeug (LF 16) alarmiert worden. So konnte ein Schaumteppich ein Übergreifen der Flammen auf die Tankstelle verhindern. Eine halbe Stunde, nachdem dieser »Einsatz« vorüber war, wurde die Jugendfeuerwehr wieder zur Sport- und Festhalle gerufen. Kameraden, die am Abend zuvor als Brandwache zurückgelassen worden waren, meldeten sich nicht mehr über Funk, und es stieg erneut Rauch auf - so die ausgedachte Übungslage.

Vor Ort begannen nun die Suche nach den vermissten Kameraden und die Brandbekämpfung. Hinzu kam, dass die jugendlichen Feuerwehrleute zeigen mussten, was sie im Funkunterricht gelernt hatten. Einsatzleiter und Leitstelle waren ständig auf dem Laufenden zu halten. Auch hier arbeitete der Feuerwehrnachwuchs »wie ein Uhrwerk«, lobte Marcel Kuhl. Nach getaner Arbeit schmeckten die Grillwürstchen zum Ausklang des Übungswochenendes gleich doppelt so gut.

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