Ober-Mörlen (hau). »Beim MCC gilt die Devise: Fassenacht kennt keine Krise«: Dieses Motto hat sich für die kommende Kampagne der Mörlauer Carneval Club auf sein Narrenbanner geschrieben. Am Freitag hissten es Heerscharen von Elferräten (bzw. »Bundestagsabgeordneten«), Roten Funken und Husaren, Dibbeklobbern und Schaulustigen unter Trommelwirbeln, Pauken und Trompeten, um wenig später die »leibhaftige« Miss Fassenacht aus der Usa zu bergen und ein Freudenfeuerwerk in den Abendhimmel zu jagen.
Die geehrten »Husaren« (vorn, von links) Johannes Heil, Ralf Scheibel und Susanne Mühl sowie Markus Wagner (hinten rechts) mit Abteilungsleiter Thomas Senger.
Tatsächlich war nach dem Umzug durch Mörlaus Gassen auch beim Eröffnungsball in der Usatalnarrhalla von der Wirtschaftskrise nichts zu spüren. Die Sektbar war belagert wie eh und je, und die Mischung aus Show, Tanzmusik (mit Werner Erker und Band), Ehrungen und Präsentation der neuen Würdenträger rollte bis in den frühen Morgen. Dass das bis zum Aschermittwoch so bleiben möge, dafür wollen der »Bundeskanzler« (MCC-Vorsitzender Holger Reuß) und sein »Kabinett« Sorge tragen, vorneweg Hendrik »Guido« Schaupp und Bruno »Angela« Winkler mit ihren zwei mal elf »Ministern« und »Ausschussvorsitzenden«.
Ressorts und Koalitionsvereinbarungen durften im Usatal-»Plenarsaal« die »Fraktionen« in Schwarz, Rot, Gelb und Grün selbst vorstellen, nachdem sich die neuen närrischen Amtsinhaber mit Esprit und Charme die Wählergunst erworben hatten: Jennifer Villioth als das große Funkenmariechen des MCC, Ann-Kathrin Herr als das kleine und Gregor Bühler als frischgebackener Präsident des Jugendelferrates.
Im Programm wechselten sich Rhythmen für Ohr und Auge mit Tanzrunden der Gäste ab. Kostproben ihres Könnens boten die Tanzmariechen des Vereins als Clowns, die Mittleren Funken wirbelten in Schwarz-Rot-Gold über die Tanzdielen, die Großen Funken nahmen die Gäste mit in den Sommer und die Dibbeklobber entführten nach Lateinamerika. Die etwas andere Aufnahme der Neumitglieder inszenierte eine dreiköpfige Jury mit Bruno »Bohlen«, Jennifer »van der Vaart« und Hendrik »Darnell«.
Vereinschef Reuß und seine Vize Edith Heil zeichneten 19 Jubilare für 25-jährige Vereinstreue aus: Katrin Bauer, Jürgen Born, Susanne Born, Ulrike Born, Stephanie Dey, Paul Hammann, Erich Kopp, Christine Marker, Hermann-Josef Schmidt, Alexandra Szerator, Edith Szerator, Rainer Volter, Heike Wagner (geb. Schuler), Heike Wagner, Paul Wagner, Peter Wagner, Carolin Weide, Egon Weil und Anja Zerb. Seit einem halben Jahrhundert halten Norbert Heil, Hermann Hofmann, Horst Preiß und Josef Roth dem Club die Treue.
Für ihre Verdienste um den Verein wurden Norbert Heil und Norbert Grimmel zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Überdies ist der Verein um zwei Ehrenelferräte reicher: Norbert Peppler ist seit 35 Jahren und Reinhold Geck seit 30 Jahren dabei. Erstmals wurden zum Saisonauftakt auch die langjährig aktiven »Roten Husaren« ausgezeichnet: Markus Wagner für 35 Jahre Musizieren, Susanne Mühl für 30 Jahre, Ralf Scheibel für 25 und Johannes Heil für 20 Jahre.