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Glück im Unglück gehabt

Artikel vom 28.07.2010 - 02.00 Uhr

Glück im Unglück gehabt

Ober-Mörlen (hau). Glück im Unglück hatten am frühen Montagnachmittag die Bewohner einiger benachbarter Häuser »An der Pfingstweide«. Als ein Blitz in die Antenne eines oder mehrerer Häuser einschlug, sind zwar Steckdosendeckel und Telefone weggeflogen, Fensterscheiben zerborsten, Deckenverkleidungen durchgeschmort und Fernseher kaputt gegangen, aber es kam nicht auch noch zum offenen Brand.
Hinausgehauen hat’s auch die Decke unter dem Antennenfuß.
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Hinausgehauen hat’s auch die Decke unter dem Antennenfuß.
Der Schreck saß den Menschen nichtsdestotrotz auch Stunden später noch tief in allen Gliedern. Eine Nachbarin, die gerade aus dem Fenster geschaut hatte, hatte den Blitz einfahren sehen.

Kaum hatte es einmal kräftig geblitzt und einen mordsmäßigen Donnerschlag getan, hörte man auch schon die Sirenen heulen. In Minutenschnelle waren die Feuerwehren aus Ober-Mörlen und Bad Nauheim vor Ort, und auch Polizei und Sanitäter rückten zügig nach. Drehleitern wurden ausgefahren und alle Schäden genau untersucht. Die Verwüstung hielt sich in überschaubaren Grenzen, aber die Tücke liegt bei derartigen Einschlägen im Detail.

»Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätte ich nicht kurz zuvor den Telefonhörer aufgelegt«, überlegt ein Betroffener. So war ihm »nur« sein Telefonapparat in den Rücken geknallt, während er im Stuhl saß und las. »Unser Fernseher war gerade eine Woche alt«, sinniert eine Familie, wie viel Strom sich bei einem derartigen Blitz entlädt. »Das würde ein Jahr lang für ganz Ober-Mörlen reichen«, vermuten die Geschädigten und sind beim Einsammeln der Fensterglasscherben aus ihrem Garten froh, dass es mit einigen lokalen Schäden abging. Auch bei den Nachbarn sind Fernseher zerstört und Telefonleitungen tot.

Der Blitz hat die Telefonbuchse und Steckdose abgesprengt.
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Der Blitz hat die Telefonbuchse und Steckdose abgesprengt.
Wenige Häuser weiter klappte die Verbindung, und flugs rief der Nachbar die Feuerwehr. »Wir waren gerade in der Stadt, als wir benachrichtigt wurden«, sind zwei Anwohner erleichtert, dass sie ihr Haus noch relativ komplett vorfanden. Vor lauter Sturzbächen auf der Straße seien sie nur schwer vorangekommen, und dann sei ihnen das Herz beim Anblick der vielen Lösch-Rettungsfahrzeuge vor ihrem Haus doch ganz schön in die Hose gerutscht. »Bei Blitzeinschlag weiß man schließlich nie, welche Wege die ungeheure Stromstärke nimmt.«

Genauso schnell, wie es gekommen war, verzog sich das Gewitter wieder und räumte das Feld für einen ausgiebigen Landregen. Manch ein Hausbesitzer überlegt nun, ein komplettes Blitzschutzsystem installieren zu lassen. (Fotos: hau)

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Artikel vom 28.07.2010 - 02.00 Uhr
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