Ober-Mörlen (hau). Wie viele Jahrhunderte das Feldkreuz auf Höhe der einstigen »Obersten Pforte« an der Usinger Straße schon steht, weiß niemand genau zu sagen. Von der Wand des Hauses Nr. 17 neben dem neuen Platz »An der Weed« ist das massive Eichenkreuz mit gusseisernem Korpus jedenfalls nicht wegzudenken. Nun erstrahlt es dort in neuem Glanz.
Hochbetrieb bei der Einsegnung des restaurierten Feldkreuzes an der Usinger Straße.
Am Sonntag, dem Fest der Kreuzerhöhung, wurde der »Baum des Lebens« unter großer Anteilnahme der katholischen Pfarrgemeinde St. Remigius eingesegnet. Den feierlichen Rahmen gestalteten die Usatal-Musikanten, und selbst die Sonne kam hinter den Wolken hervor, als Pfarrer Karl-Hans Keil die Segensworte sprach.
Während der Sanierung der Hofreite hatte deren Besitzer das alte Wegekreuz eingelagert, um es nach den Bauarbeiten auf seine Kosten sanieren zu lassen, an seinem angestammten Platz wieder aufzurichten und auch einen neuen Sockel zu gießen. Die Aufarbeitung des schweren Eichenkreuzes führte eine Ober-Mörler Schreinerei aus, der Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde steuerte den Farbanstrich der Figur bei.
Mit der Einsegnung des dritten Feldkreuzes innerhalb von drei Jahren nähert man sich dem Ziel, in jeder Himmelsrichtung einen überlieferten Ort der Anbetung und des Friedens neu zu beleben. Insgesamt sind in der Ober-Mörler Gemarkung sechs historische Feldkreuze erhalten. Ein zusätzliches neues Kreuz am Nordhang der Gemeinde (oberer Kehlweg) hatten die Usatal-Musikanten vor zwei Jahren gestiftet, des Kreuzes am Aussiedlerhof im Osten der Gemarkung hatten sich die Musikanten im vergangenen Jahr angenommen. (Foto: Hausmanns)