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6000 Meerforellen in die Usa eingesetzt

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Artikel vom 15.10.2011 - 19.23 Uhr

6000 Meerforellen in die Usa eingesetzt

Ober-Mörlen (hau). Rund 6000 junge Meerforellen wurden dieser Tage an verschiedenen Stellen in der Usa eingesetzt. Sobald sie groß genug sind, wandern sie bis in die Nordsee, um dann in ein paar Jahren zum Laichen in die Wetterau zurückzukehren – wenn alles glatt geht.

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Willi Hofmeister, Vorsitzender des ASV Ober-Mörlen, setzt die jungen Meerforellen in der Usa aus, der Artenschützer-Nachwuchs sieht interessiert zu. (Foto: Hausmanns)
Das hoffen insbesondere die Vertreter der Notgemeinschaft Usa und der IG Nidda, die sich dieser Tage zur Wiederbelebung des Flüsschens vor Ort trafen. Seit Jahren widmen sie sich mit diversen Aktionen dem Artenschutzprojekt. Ein wichtiges Ziel sei, dass Fische wieder von Rhein-Main in die Nidda wandern könnten, erklärte Projektinitiator Gottfried Lehr. Der Gewässerökologe ist zuversichtlich: »Frankfurt hat versprochen, seine Staustufen im Frühjahr während der Wanderzeit abzusenken«. Damit sei die Durchgängigkeit der Gewässer zwischen Meer und Usingen erreicht. Wichtiger Indikator für die Durchlässigkeit ist die Meerforelle, »unser Flaggfisch«, wie Lehr seine Wortschöpfung nennt. Um die neu eingesetzte »Wanderform der Bachforelle«, auch bekannt unter dem Namen »Lachs der Wetterau«, von der echten Bachforelle unterscheiden zu können, habe man den Fischen unter Betäubung die Fettflosse abgeknipst, berichten Klaus Müller von der Notgemeinschaft Usa und Stefan Drott, Vorsitzender der IG Nidda.

Aufgewachsen sind die aktuell knapp einjährigen Fische im Lachszentrum Hasper Talsperre in Nordrhein-Westfalen, dessen Fischereiverband das Projekt auch unterstützt. Die wissenschaftliche Begleitung hat Dr. Jörg Schneider vom Büro für Fischökologische Studien in Frankfurt übernommen. Bereits in den letzten Jahren waren auf diese Weise Tausende von Meerforellen in die Usa gewandert. Einige Tausend brachten die Gewässerschützer diesmal auch zum Erlenbach – auch hier in der Hoffnung, dass die Indikatorfische durch Nidda, Main und Rhein bis in die Nordsee schwimmen und eines Tages zurückkehren und sich vermehren mögen. Nicht zuletzt will das Projekt den Einklang von Mensch und Natur buchstäblich in Fluss bringen.

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Artikel vom 15.10.2011 - 19.23 Uhr
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