Sie sind hier: Startseite » Lokales » Städte und Gemeinden » Niddatal »

Wettbewerb um Breitbandausbau

  Anzeige

Artikel vom 23.04.2015 - 18.17 Uhr

Wettbewerb um Breitbandausbau

Niddatal-Assenheim (udo). Um den Breitbandausbau und die Zukunft der Stadtbücherei ging es in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Die Mitglieder empfahlen, einem Antrag der Fraktionen von CDU, Grünen, FWG sowie der Stadtverordneten Dr. Dirk Schneider und Roland Gosebruch (FDP) zu folgen.

_3aLOKFBN40-B_134957
Lupe - Artikelbild vergrössern
Wann in Niddatal der Breitbandausbau beginnt, ist unklar. Die Ausschussmitglieder streben jedoch eine schnelle Lösung an und haben deswegen einen Eilantrag formuliert.
© DPA Deutsche Presseagentur
Der Eilantrag sieht vor, dass der Magistrat von der Stadtverordnetenversammlung beauftragt wird, schnellstmöglich mit der Breitband Main-Kinzig GmbH in Verbindung zu treten. Diese soll bis Ende Mai ein Angebot für den Breitbandausbau vorlegen. Dann könnte ein Ausbau noch im Sommer folgen.

Im Antrag wird argumentiert, Niddatal sei zwar mit der Breitband-Infrastrukturgesellschaft Oberhessen GmbH (Bigo) im Gespräch. Völlig unklar sei jedoch, wann Niddatal bei der Bigo an die Reihe komme. Der Ausbau durch die Breitband Main-Kinzig GmbH werde voraussichtlich nicht teurer sein als der Ausbau durch die Bigo oder die Telekom, »mit dem klaren Vorteil des Zeitgewinns«, heißt es. Auf Basis der Berechnungen der Breitband Main-Kinzig GmbH könnte die Stadtverordnetenversammlung noch im Juni über eine Auftragsvergabe an diese entscheiden und schon im Oktober 2015 eine flächendeckende Versorgung Niddatals mit bis zu 50 Mbit pro Sekunde sichergestellt sein.

Ingenieur Axel Eiring von der Firma Athanus Partners stellte die Breitband Main-Kinzig GmbH vor, die seit 2013 baue. Im Zentrum stehe die passive Infrastruktur und die Architektur des Netzes. Die Münchener Firma »m-net« miete das Netz und stelle die Dienste zur Verfügung. Im Main-Kinzig-Kreis seien bis zu 161 Ortsteile ausgebaut worden. In Limeshain sei der Ausbau in gut zwei Monaten bewältigt worden. Eiring rechnet in Niddatal mit einem Zeitrahmen von fünf bis sechs Monaten. Keiner müsse auf das neue Netz wechseln und jeder könne bei seinem alten Anbieter bleiben.

Online-Ausleihe angestrebt

Prokurist Stefano Jardella vertrat die Bigo. 34 Kommunen mit 250 000 Einwohnern seien an der Bigo beteiligt. Eine Fremdrealisierung sei sehr teuer. Außerdem nehme die Fremdfirma die Zuschüsse, ohne dass die Kommune selber Eigentum erwerbe. Bei einem späteren weiteren Ausbau müsse sie dann wieder als Bittsteller auftreten. Der Investitionsrahmen der Bigo liege bei 70 Millionen Euro. Auf Niddatal würde ein Eigenkapitalanteil von 135 000 Euro entfallen. Die Abschreibung von Tiefbau und Kabel sei auf 30 Jahre, die der Elektronik auf sieben Jahre angelegt. Anfang 2016 beginne die Bigo mit dem Ausbau, doch wann Niddatal an der Reihe sei, könne man derzeit nicht sagen. Flächendeckung stehe im Mittelpunkt.

Die Mitglieder des Ausschusses waren sich zudem einig, dass die Stadtbücherei erhalten bleiben soll. Auch die hauptamtliche Stelle mit 32 Stunden in der Woche soll wieder besetzt werden. Da die Büchereileiterin Gertrud Mayr Ende September aus dem Dienst ausscheidet, sei jedoch Eile geboten. Achim Saßmannshausen (SPD) will deshalb schon in der kommenden Stadtverordnetenversammlung stellvertretend für alle Fraktionen einen Eilantrag stellen, um die Stellenbesetzungssperre in diesem Falle aufzuheben.



Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 23.04.2015 - 18.17 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Leserkommentare
(21.06.2015 17:43)
grübel
Telekom
In Wöllstadt baut die Telekom deshalb aus da die Grundvorraussetzungen schon geben sind ohne den Knotenpunkt 06034 würden wir genauso doof aus der Wäsche gucken. Die Gemeinde hat nur das Glück das wir zentral liegen beim Kabelanschluss wurde ja damsl gepennt. Nur zur Anmerkung in Ober-Wöllstadt steht mindestens ein Verteiler für die Versorung der Kabelanschlüsse in Friedberg. Niddatal hätte genau das gleiche Angebot bekommen wenn dort die Vorrausetzungen aus "Vorzeiten" bestanden hätte.
(21.06.2015 15:00)
Karl2
Und ich sage es noch....
...von Wöllstadt lernen !!!! Wie der WZ zu entnehmen ist, wird Wöllstadt KOSTENNEUTRAL schnelles Internet in Kooperation mit der TELEKOM ausbauen. An der Telekom kommt man nicht vorbei. Aus vielen Berufsjahren im Rechenzentrum ist mir dieses Faktum nur zu gut bewust. Wir haben in Wöllstadt als auch in Niddatal die Situation, dass die Zielgruppe mehrheitlich aus privaten Haushalten besteht, d.h. Kostendeckung und Kostenminimierung zentrale Planungspunkte sind. Nun wird die TELEKOM ihre Telefonnetz bis 2018 (nach heutigem Stand) flächendeckend auf IP umgestellt haben. Zugegeben, ambitioniert aber machbar. Telefon und Internet werden also "eins". Und das zu 0,0€. Lieber Herr Hertel, das Herz müßte Ihnen bei dieser Nachricht aufgehen ! Geben Sie dem lahmenden Gaul "DSL-Ausbau" ohne Rücksicht auf das Eurograb "BIGO" die Sporen. Nehmen Sie ernsthaften Kontakt zur TELEKOM auf. Sie haben durch Ihr couragiertes Eintreten für die Flüchtlingsunterbringung auf der Assenheimer-Hundewiese gezeigt, dass Sie es können.
(18.06.2015 13:19)
techni
EU Beschwerde droht
Bei den Bemühungen um den Breitbandausbau sind die Ortsteile
Kaichen und Bönstadt bereits per NGA Definition erschlossen.
Bei der Beantragung von Fördermittel ist die "technologieneutralität"
in Verbindung mit eiem sauberen Markterkundungsverfahren und der damit
verbundenen "Befragung vorhandener Anbeiter" wichtig, da sonst eine
EU-Beschwerde droht wie sie aktuell bereits im angrenzenden Kreis läuft.
(24.04.2015 09:30)
grübel
m-net
Hoffentlich wird vorher aber auch geschaut wie m-net sich in anderen Regionen bewährt. Der Provider ist eine zeitlang schneller gewachsen als gesund für seine Infrastruktur im Bereich Service war.
(24.04.2015 08:31)
Volker_L.
Breitbandausbau - abwarten...
Ich habe es mir angetan und der Sitzung zugeschaut. In meinen Augen, so wie sich die "Führungspersönlichkeit" zum Thema Breitbandausbau gegeben hat, gehe ich stark davon aus, dass alles daran gesetzt wird, nicht den schnellen Ausbau mit m-Net zu bekommen... Und mit der Bigo kann sich alles noch hinziehen bis 2018. Man will ja den Landrat nicht verärgern, um seinen Haushalt genehmigt zu bekommen....
(23.04.2015 21:34)
bobby_fischer_fan
Na denn hurtig!
MöglicherAusbau in diesem Jahr noch oder Ausbau irgendwann bei Kosten, die unklar sind. Da brauche ich nicht lange zu überlegen. Wenn die diesjährige Realisierung kostenmäßig passt - bitte schön! Dann wird auch eine Online-Ausleihe über die Stadtbücherei attraktiv. Der Ruhestand der Leitirn der Bücherei fällt gewiß nicht wie Manna vom Himmel. Eine "Führungspersönlichkeit" als Bürgermeister hätte ihn schon sehen können.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang