Niddatal-Assenheim (sch). Mit Störchen, dem Klimawandel und der Handysammelaktion des NABU beschäftigen sich seit Donnerstag neun Jugendliche im Assenheimer Alten Rathaus. Sie sind Teilnehmer beim Projekt »Hessen hören - So klingt meine Welt« und erarbeiten zusammen mit dem Medienpädagogen Harald Kuntze Radiobeiträge.
Computerbegeisterte Radiomacher: Moritz (r.), Maximilian und Luis (l.) tüfteln an ihren Tonaufnahmen. (Foto: Mittler)
Ihre und weitere Clips von Jugendlichen aus dem ganzen Bundesland sollen beim Hessentag in Stadtallendorf auf einer »akustischen Hessenkarte« präsentiert werden.
Durchgeführt wird das Projekt von der »Stiftung Zuhören« des Hessischen Rundfunks (HR) und der Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Die Idee sei es, eine »hörbare Landkarte« mit Beiträgen aus der ganzen Region zu erstellen, erklärte Medienpädagoge Kuntze. Er bringt den Kindern die nötigen Arbeitstechniken bei, um eigene Radiobeiträge zu erstellen. »Ich bin gespannt, was von den verschiedenen Teilnehmern in ganz Hessen zu hören sein wird«, sagt der 54-Jährige.
Die Themen durften die Niddataler Teenager selbst auswählen. In drei Gruppen aufgeteilt machten sie sich auf, geeignete Interviewpartner zu ihrem jeweiligen Schwerpunkt zu finden. Gestern wurden die Interviews durchgeführt, deren Fragen die Jugendlichen vorher selbst ausgearbeitet hatten.
Jugendliche, die normalerweise nicht unbedingt am Naturschutz, sondern eher an der Technik interessiert seien, könnten mit dieser Aktion angesprochen werden, sagt Frank Uwe Pfuhl von der NABU-Umweltwerkstatt, der sich beim HR für die Aktion beworben hatte. »Indem wir Medienkompetenz anbieten, erreichen wir auch Jugendliche, nicht nur Kinder und Erwachsene.«
Die Teilnehmer waren alle konzentriert bei der Arbeit. Zwei Jugendliche waren mit dem Zug nach Bad Nauheim gefahren, um dort ein Interview mit dem städtischen Umweltbeauftragten Rudi Nein zu führen. Der berichtete von der Handysammelaktion des NABU, bei der alte Mobiltelefone gehortet und dann weiterverkauft werden. Mit dem eingenommenen Geld soll die Havel renaturiert werden.