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Kinderchorfestival: »Wie Woodstock – nur harmloser«

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Artikel vom 24.06.2014 - 08.00 Uhr

Kinderchorfestival: »Wie Woodstock – nur harmloser«

Nidda-Bad Salzhausen (ema). Normalerweise ist Bad-Salzhausen ja ein recht verschlafenes Örtchen. Eine Ausnahme bildete das vergangene Wochenende: 400 Kinder aus 14 Vereinen und fünf Sängerkreisen tummelten sich beim Kinderchorfestival im Park.

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Beim Abschlusskonzert herrscht im Kurpark ein großes Gewusel. (Fotos: ema)
© Elfriede Maresch
Als beim Abschlusskonzert die Angehörigen und Freunde der Teilnehmer die Zuschauerbänke vor der Bühne besetzten, rief einer aus der Menge: »Wie Woodstock – nur harmloser!« Ein Vergleich, der sich auch wegen der Dutzenden Tipis aufdrängte, in denen die Kinder übernachteten. Gegessen wurde unter Sonnensegeln.

Das Abenteuer begann am Freitag. Wer nicht gerade an einem der Workshops teilnahm, dem bot sich ein vielfältiges Angebot. Anke Richter von der Wiesenwerkstatt hatte vom Fußball bis zu den Dosenstelzen alles mitgebracht. Die Workshops wurden von Musikpädagogen geleitet. Gerhard Roth, Musiklehrer im Ruhestand und ehemaliger Leiter des HR-Kinderchores, sowie Isabell Fuchs und Anja Föller sangen mit den Vorschulkindern, Willi Becker sorgte am Klavier für die musikalische Begleitung.

Chorleiterin Sabine Spahn und die Grundschullehrerin Anica Pfeiffer-Prasse kümmerten sich um die 130 Erst- und Zweitklässler. Der Kirchenmusiker und Dirigent Helmut Vorschütz leitete den Workshop für 150 Dritt- und Viertklässler. Der Komponist Markus Detterbeck arbeitete mit den Großen aus den fünften und sechsten Jahrgangsstufen. Die Klavierbegleitung übernahmen hier Monika Bayer und Kjetil Aman.

Das Resultat der Vorbereitungen für das Abschlusskonzert konnte sich hören lassen. Vom kleinen Frosch mit seinem breiten Maul und der Nachtigall sangen die Drei- bis Sechsjährigen. Die Erst- und Zweitklässler stimmten den »Tanz der wilden Pferde« an, wobei sie den Liederrhythmus mit den Beinen stampfend akzentuierten.

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Die Dritt- und Viertklässler beim Abschlusskonzert.
© Elfriede Maresch
Besonders anspruchsvoll nahmen sich die Darbietungen der Dritt- und Viertklässler aus: Eine Gruppe sang den Choral »Der Mond ist aufgegangen«, die andere »Herr, Bleibe bei uns«. So entstand ein zweistimmiger, getragener Chorsatz. Beim Samba vom »Kleinen Chico« glänzten Niklas und Timo mit einer solistischen Einlage. »Hallo, ich schenke dir/den ersten Song von mir«, sangen die Fünft- und Sechstklässler fingerschnalzend, und endgültig sprang der Funken der Begeisterung auf das Publikum über, als sie passend zur Weltmeisterschaft in Brasilien ein Fußball-Lied anstimmten, das aktueller nicht hätte sein können: »Spiel doch ab/der Stürmer steht doch frei. Wie kann denn der Schiri das pfeifen, die Pfeife?« Tosender Beifall war den Bühnenakteuren gewiss. Später sangen alle gemeinsam »Music makes the world go round«, was eine tolle Atmosphäre im Park erzeugte.

Bereits beim Auftaktkonzert mit dem A-cappella-Chor »Klangfarben« hatten die künstlerische Leiterin Sabine Spahn und Andreas Prasse – Direktor des Kinderchorfestivals – die organisatorische Arbeit des Fördervereins »Der Vulkan singt« gewürdigt. Zustande kam das Festival durch eine Kooperation zwischen dem Förderverein und der Stadt Nidda mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Aktion »Kultur macht stark – Singen.Bündnis«. Nicht zuletzt waren viele Helfer ehrenamtlicher beteiligt.

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Artikel vom 24.06.2014 - 08.00 Uhr
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