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Ein Sieg für den verstorbenen Opa

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Artikel vom 25.09.2014 - 16.00 Uhr

Ein Sieg für den verstorbenen Opa

Wetteraukreis (sto). Auf dem Dach des ehemaligen Stalls in der Zimmerstraße in Ulfa flackert ein Licht. Es soll Raubvögel vom Gebäude fernhalten. Denn in der oberen Etage befinden sich die Brieftaubenschläge des elfjährigen Luca-Andreas Drebert, seiner beiden Geschwister und seines Vaters.

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So sehen Sieger aus: Der neue Jungtauben-Meister Luca-Andreas Drebert mit seiner achtjährigen Schwester Jana.
© Ottwin Storck
Damit ist es der Familie bisher gelungen, die Tauben vor den gefräßigen Habichten im unmittelbaren Hausbereich zu schützen. Luca-Andreas hat die Nachfolge seines mittlerweile verstorbenen Opas Hans Schmidt angetreten. Der hatte ihn in die Kunst der richtigen Paarzusammenstellung und Pflege der Tiere eingeführt.

Der Opa wäre stolz auf seinen Enkel: Die Brieftauben von Luca-Andreas ließen in den vergangenen Woche die Tiere der übrigen 19 Züchtern und Zuchtgemeinschaften der Reisevereinigung (RV) Wetterau hinter sich und erflogen die Jungtauben-Meisterschaft.

Für den Elfjährigen ein Einstand nach Maß. Bislang waren seine Tiere bei der RV Nidda gestartet. Der Wechsel zur RV Wetterau, der auch sein Großonkel und Hausnachbar Theo Schmidt sowie mit Günter Ludwig ein weiterer Ulfaer Brieftaubenzüchter seit Jahren angehören, hat sich gelohnt. Damit wurde auch Luca-Andreas’ täglicher Einsatz in den Schlägen belohnt. Um als Brieftaubenzüchter erfolgreich zu sein, erfordert es eine Rundum-Betreuung der Tiere sowohl während der Flugsaison als auch im Winterhalbjahr. Nun hofft Luca-Andreas auch im kommenden Jahr vorne mit dabei zu sein.

Mit Theo Schmidt und Günter Ludwig kamen die beiden übrigen Mitglieder des Vereins »Gut Flug Ulfa« in der Meisterschaft auf die Ränge zwei und drei. Das Trio widmete den Dreifach-Triumpf dem verstorbenen Hans Schmidt, der Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender ihres Vereins war.

Zweimal nach Frankreich

Die fünf Flüge zur Ermittlung der Jungtauben-Meisterschaft hatten auf der sogenannten Südwest-Route stattgefunden. Startorte waren mit einer jeweils mittleren Entfernung zu den heimischen Schlägen Kirchheimbolanden (102 Kilometer), Kusel (145), Völklingen (193) sowie die französischen Orte Nomey (254) und Toul (285). Die Anzahl der gestarteten Tauben variierte von 848 Tauben am ersten Flugtag bis 554 am Abschlusssamstag.



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