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Aufräumarbeiten nach Flut in Wallernhausen

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Artikel vom 14.07.2014 - 12.56 Uhr

Aufräumarbeiten nach Flut in Wallernhausen

Nidda (dpa). Wassermassen strömen durch die engen Straßen, die Menschen stehen bis zu den Knien in den Fluten: Nach starken Regenfällen ist der Niddaer Ortsteil Wallernhausen von einer Flut aus Schlamm und Wasser überrascht worden.

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In Wallernhausen bietet sich ein Bild der Zerstörung.
© Matthias Luft
»Nach wolkenbruchartigen Regenfällen auf einen Boden, der keinen Tropfen Wasser mehr aufnehmen konnte, haben sich harmlose Bäche in reißende Ströme verwandelt«, sagte Landrat Joachim Arnold. Verletzt wurde niemand. Mit Besen, Eimern und Schrubbern säuberten die Menschen in der 1300-Einwohner-Gemeinde auch am Montag ihre Straßen vom gröbsten Dreck. Helfer setzten auch schweres Gerät ein.

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Nach Angaben des Wetteraukreises hatte der acht Kilometer lange Rambach, der Wallernhausen durchfließt, eine fast zwei Meter hohe Flutwelle durch den Stadtteil gespült. Der Schaden sei erheblich, hieß es: Autos wurden fortgespült, der Mannschaftswagen der Feuerwehr Wallernhausen wurde von der Masse über einen 1,5 Meter hohen Zaun gehoben, leblose Schweine und tote Fische trieben durch das Dorf. Hunderte Keller liefen voll, in einigen kippten Öltanks um. Der ausgelaufene Ölschlamm musste durch Spezialfirmen entsorgt werden.

»Es sieht aus wie nach einem Bombenangriff«, sagte Niddas Ordnungsamtsleiter Uwe Bonarius. Drei Stunden lang habe das Wasser in den zentralen Ortsdurchfahrten etwa zwei Meter hoch gestanden, berichtete die Zeitung weiter. Die Höhe des Schadens war noch unklar. Es werde noch einige Zeit dauern, bis dieser feststehe, sagte ein Kreissprecher.

Ein Landwirt verlor demnach acht bis zehn Schweine. Die restlichen Tiere hätten auf die Wiese eines Nachbarhofes getrieben und so gerettet werden können.

Besonders der Ortskern von Wallernhausen war betroffen, zahlreiche Straßen und Gebäude seien stark beschädigt worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Regen hatte gegen Sonntagnachmittag eingesetzt, erst am späten Abend hatte sich die Lage entspannt. Mehr als 300 Helfer waren bis nach Mitternacht im Dauereinsatz.

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Artikel vom 14.07.2014 - 12.56 Uhr
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Hochwasserkatastophe in Wallernhausen
Leserkommentare
(15.07.2014 09:19)
Peter Hartung
Spendenaufruf
Die Bereitschaft, den vom Hochwasser Betroffenen in Wallernhausen zu helfen, ist groß. So gab es gestern im Rathaus Nidda erste Anfragen, was benötigt wird. Wie Ordnungsamtsleiter Uwe Bonarius mitteilte, kann dies noch nicht genau genannt werden, da sich die Bürger untereinander aushelfen. Eines fehlt aber definitiv, um die Schäden zu beheben: Geld. Denn es wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis geklärt ist, wie die Wallernhäuser entschädigt werden. Deshalb hat die Stadtkasse Spendenkonten eingerichtet: bei der Sparkasse Oberhessen (DE83 5185 0079 0151 0000 29) und bei der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen (DE34 5066 1639 0007 0064 46) sind Spenden unter dem Stichwort „Hochwasser Wallernhausen“ möglich.
(15.07.2014 08:57)
Peter Hartung
Zu spät?
Es mag für die Betroffenen jetzt noch zu früh sein, sich mit den möglichen Ursachen zu beschäftigen, aber:
Der Boden des alten dicht bebaute Ortskerns ist vollständig versiegelt.
Der Rambach ist im Ortskern teilweise überbaut und bietet dort keine Ausweichflächen. Um Wallernhausen herum wird intensiv Landwirtschaft in teils ausgeräumter Landschaft betrieben. Natürlich war der Regen viel zu stark, aber das wird zukünftig häufiger passieren. Offenbar ändert sich das Klima. Aber hier in der Region beschäftigt man sich lieber mit angeblichen Infraschall von (noch) nicht vorhandenen Windkraftanlagen. Sie werden verbissen bekämpft von irre geleiteten Menschen, deren Keller jetzt voll Wasser steht. Eine andere Schwerpunktsetzung wird unvermeidlich.
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