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Geschichte und Gesellschaft verträglich kombiniert

Artikel vom 22.08.2009 - 11.00 Uhr

Geschichte und Gesellschaft verträglich kombiniert

Münzenberg (pm/dab). »Zu diesem Kulturhaus kann man nur gratulieren.« Das war die übereinstimmende Auffassung der früheren hessischen Wissenschaftsministerin Ruth Wagner (FDP), die mit dem liberalen Bundestagskandidaten Achim Güssgen zu Besuch in Münzenberg war.
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Zeigen sich beeindruckt vom Kulturhaus: Ruth Wagner und Achim Güssgen mit Bürgermeister Hans-Jürgen Zeiß (r.) und Uwe Müller. (Foto: pv)
Gemeinsam mit Bürgermeister Hans-Jürgen Zeiß und Uwe Müller, dem Vorsitzenden des Freundeskreises Burg und Stadt Münzenberg, erkundeten die beiden Besucher das Kulturhaus Alte Synagoge.

Wagner und Güssgen ließen sich anhand der Baupläne und einer Fotodokumentation den Verlauf der Restaurierungsarbeiten erläutern. »Man kann anhand dieser Dokumentation sehr gut erkennen, wieviel Arbeit und welche enorme Leistung in diesem Gebäude stecken«, sagte Güssgen. Die vom Stadtparlament formulierte Vorgabe, die historische Bausubstanz des denkmalgeschützten Hauses zu erhalten und eine neue Nutzungsform herauszubilden, ist nach Wagners Urteil bestens erfüllt worden. »Damit berücksichtigt man nicht nur die historische Rolle des Gebäudes, sondern es wird auch den gesellschaftlichen Bedürfnissen Rechnung getragen«, sagte die frühere Ministerin. »Der historische Altstadtkern ist durch die Restaurierung erheblich aufgewertet worden«, ergänzte Güssgen.

Besonders würdigte Wagner die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Freundeskreis. »Die Stadtverordneten haben mit ihrer Entscheidung, das Gebäude zu sanieren, viel Weitblick bewiesen. Und der Verein hat sich unermüdlich eingesetzt, sowohl finanziell als auch durch Mitarbeit an den Baumaßnahmen«, sagte Wagner, die 2005 bei der Übergabe einer Spende durch den Verein an die Stadt in Höhe von über 50 000 Euro dabei war. Die frühere Ministerin betonte, dass der Marktplatz mit seinem historischen Rathaus, die alte evangelische Pfarrkirche mit dem Kirchhof und den angrenzenden Hofreiten und die ehemalige Synagoge als Zeugnisse der Vergangenheit als Ensemble wieder zusammengeführt worden seien.

Das Veranstaltungsprogramm lässt nach Ansicht der beiden FDP-Politiker einen guten Zulauf des Publikums erwarten. »Hier ist ein Haus der Begegnung geschaffen worden. Ich wünsche dem Haus sehr, dass es über die Grenzen Münzenbergs hinaus ein Begriff wird«, sagte Güssgen.

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