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Streuobstwiesen im Mittelpunkt des 18. Kelterfestes

Artikel vom 12.09.2011 - 17.38 Uhr

Streuobstwiesen im Mittelpunkt des 18. Kelterfestes

Karben (dit). Mit einem Glas frisch gepresstem Süßen stießen Bürgermeister Guido Rahn, Ulrike Loos (BUND) und Dr. Jürgen Becker (Nabu) auf die Eröffnung des 18. Kelterfestes an, zu dem Stadt und Naturschutzverbände am Sonntag auf das Jukuz-Gelände eingeladen hatten.

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32 Apfelsorten und Honig bieten der 2. Vorsitzende der Gemeinschaftsobstanlage, Oliver Schmidt (r.), und Imker Thomas Neumaier (l.) an. (Fotos: Ditscher)
Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die von der Band »Querbänx« musikalisch unterlegt wurde, standen Äpfel und die Produkte, die aus solchen gewonnen werden können. Einen Schwerpunkt bildete auch das Thema »Streuobstwiesen«, auf denen verschiedenste Obstbäume gedeihen und die ein besonderes Refugium für Fauna und Flora sind.

In seiner Begrüßungsansprache betonte Rahn, dass die Streuobstwiesen nicht verloren gehen dürften. »Es genügt aber nicht, Bäume zu setzen, sie müssen auch gepflegt werden«, sagte er. Es gebe Überlegungen, Interessierten Grundstücke und den Ertrag der dort wachsenden Bäume zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug sollten die mit der Pflege betraut werden.

Ulrike Loos unterstrich: »Streuobstwiesen sind durch nichts zu ersetzen. Die Hochstämme und die darunter lebenden Pflanzen und Tiere bilden einen Biotopverbund, den es zu schützen gilt.« Loos wies auf die Vielfalt hin, die mit Äpfeln, Birnen, Kirschen, Mirabellen, Walnüssen, Speierling und Zwetschgen auf den hiesigen Wiesen anzutreffen ist. Dass letztere in den vergangenen Jahren eine erfreuliche Entwicklung durchlaufen haben, betonte Dr. Jürgen Becker. Nabu und BUND seien mit der Pflege befasst. »Es ist wichtig, dass die Bevölkerung mitmacht«, so Becker. Interessenten könnten sich mit BUND, Nabu oder der Stadt in Verbindung setzen.

Dass in der Wetterau zahlreiche Apfelsorten reifen, verdeutlichten Mitglieder der Gemeinschaftsobstanlage Klein-Karben mit ihrer Apfelschau. 2. Vorsitzender Oliver Schmidt hatte 32 Sorten, von Alkmene und Cox Orange über Elstar und Melrose bis hin zu Ontario und Topaz, mitgebracht. Imker Thomas Neumaier informierte, dass in der Anlage vier Bienenvölker ihren Platz gefunden haben. »Bei kühler Frühjahrswitterung fliegen die Bienen nicht weit, um Nahrung zu suchen. Dadurch, dass sich die Bienenstöcke nun in unmittelbarer Nähe der Bäume befinden, können wir von einer frühen Bestäubung ausgehen.« Honig und Äpfel aus der Gemeinschaftsobstanlage konnten ebenso probiert werden wie frisch gepresster Süßer, der aus der historischen Kelterpresse von Wolfgang Lazar und Jürgen Pfeiffer rann. Das Schaukeltern bereitete vor allem kleinen Gästen viel Vergnügen. Begeistert halfen sie beim Kurbeln und beobachteten, wie der Apfelsaft in die Behälter floss. Beim Nachbarschaftshilfeverein »Herz und Hand« konnten Pflanzen getauscht oder gekauft werden. Bei einem Gewinnspiel des BUND galt es, eine Anzahl von Äpfeln zu schätzen. Für die Kleinen war eine Schminkecke eingerichtet. Handwerklich betätigen konnten sich Kinder und Jugendliche am Stand des Nabu. Insektenhotels wurden hergestellt und Nistkästen zusammengebaut. Aktive von Nabu und BUND berieten über naturnahe Gärten, Teichbau und Energiesparmöglichkeiten.

Der benachbarten »Rapp’s Naturerlebnisgarten« war geöffnet. Erstmalig war der Regionalpark Rhein-Main mit einem Infostand auf den Kelterfest vertreten. Eckehard Riescher, der in der Wetterau als Gästeführer tätig ist, informierte über die neu eröffnete Route, die nahe des Selzerbrunnengeländes über den Niddaradweg verläuft und gab Auskunft über das Regionalparkangebot.

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Artikel vom 12.09.2011 - 17.38 Uhr
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