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Stadtkapelle setzt bekannte Bücher in Musik um

Artikel vom 13.12.2011 - 11.05 Uhr

Stadtkapelle setzt bekannte Bücher in Musik um

Karben (dit). Ein klang- und glanzvolles Weihnachtskonzert bot die Stadtkapelle Karben am Wochenende ihren Gästen. Zweimal, am Samstagabend und am Sonntagnachmittag, spielte das Orchester unter dem Dirigat von Claus Carsten Behrendt im Saal des Bürgerzentrums.

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Ein klang- und glanzvolles Weihnachtskonzert bietet die Stadtkapelle Karben. (Foto: dit)
Beide Male begeisterten mehr als 60 Musikerinnen und Musiker das Auditorium mit einer Darbietung, die durch musikalisches Können bestach und durch ansprechende Moderation und gefällige Powerpoint-Präsentation abgerundet wurde.

»Freude zu bereiten ist eines unserer Ziele. Ein anderes ist es, Sie in der Vorweihnachtszeit ein wenig aus der Hektik des Alltags
herauszuholen und Sie auf das Fest der Feste einzustimmen«, betonte Anke Toemmler in ihrer Begrüßungsansprache. Auf den musikalischen Höhepunkt des Jahres hatte sich das ausnahmslos aus Hobbymusikerinnen und –musikern bestehende Orchester lange und intensiv vorbereitet. In gemeinsamen wöchentlichen Übungsstunden und im Rahmen eines zusätzlichen Probenwochenendes, das die Musizierenden in Mauloff im Hintertaunus verbrachten, wurde an den Stücken gefeilt. Unter dem Motto »Aus Büchern wird Musik« präsentierte das sinfonische Blasorchester Vertonungen bekannter Romane und Kinderbücher und sich selbst in großer Spielfreude. Zum Auftakt erklang mit der Ouvertüre des »Zigeunerbaron« von Johann Strauss Sohn ein wahres Feuerwerk, in dem sich heißblütige »Zigeunermusik« und melodiöse Walzertakte ein Stelldichein gaben. Während des gesamten Konzertes gelang es dem Orchester, das viel Zwischenbeifall erhielt, unterschiedlichste Stimmungsbilder zu zeichnen und den Spannungsbogen aufrecht zu halten. So auch bei der Wiedergabe der Komposition »Die Hexe und die Heilige«, zu der Steven Reineke durch den gleichnamigen historischen Roman von Ulrike Schweikert inspiriert wurde. Die Musiker zogen das Publikum in ihren Bann mit der dramatischen Tondichtung, die vom Leben zweier Zwillingsschwestern zu Zeiten der Inquisition berichtet und Gefühle der Romanfiguren wie Zerrissenheit und Zwietracht, aber auch Liebe und Güte widerspiegelt.

Dann leitete Moderatorin Karin Frech, die mit ihren Erläuterungen zum Verständnis der Musik beitrug, über zum Kinderbuch »Wind in den Weiden« von Kenneth Graham. Bei der von Komponist Johan de Meij in wunderbare Musik umgesetzten Geschichte wurden unter anderem ein unternehmungslustiger Maulwurf, ein rauschender und strudelnder Fluss, eine geschäftige Wasserratte und ein leichtsinniger Kröterich zum Leben erweckt. Die fantasievolle, vom Quaken einer Kröte bis zu quietschenden Autobremsen reichende Lautmalerei vor den auf der Leinwand gezeigten Cartoons sorgte für Vergnügen bei den Zuhörern, unter ihnen der Direktor der Kurt-Schumacher-Schule (KSS), Franz Wild, sowie die drei Ehrenmitglieder der Stadtkapelle, Erna Karger, Lorenz Hinke und
Dr. Hans-Jobst Krautheim, ehemals Direktor der KSS.

Nach der Pause kam mit »The Call of Christmas« von Wim Stalman festliche Stimmung auf. Mit den Worten »Die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel werden viele kennen. Sie erzählt die Geburt Christi, den Gott aus Liebe für uns Menschen gegeben hat. Unzählige Geschichten und Musikstücke beziehen sich auf die Werte, die uns durch dieses Buch vermittelt werden«, leitete Moderatorin Frech über zu einer Reihe von feierlichen Weisen. Kurt Gäbels Liederzyklus »Die Winterrose« folgte das Arrangement von Ted Parson »Swingle Bells«. Manfred Schneiders »A Christmas Rockfestival« setzte den Reigen fort, der mit Jacob de Haans »Der Mond ist aufgegangen« beschlossen wurde.

Das Publikum dankte mit anhaltendem Applaus für das anspruchsvolle und mitreißende Konzert. Der Bitte um eine Zugabe kam das Orchester gerne nach.

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Artikel vom 13.12.2011 - 11.05 Uhr
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