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Plädoyer für Pellets und Solarheizung

Artikel vom 10.03.2010 - 19.20 Uhr

Plädoyer für Pellets und Solarheizung

Karben (pm). Der Naturschutzbund hatte zu einem Vortrag über eine preiswerte und klimaneutrale Energieversorgung für das Eigenheim eingeladen. Wirtschaftsingenieur Thomas Kuntze aus Ilbenstadt hat anhand von mehreren Beispielen gezeigt, wie man mit Pelletheizungen einen deutlichen Beitrag zur Schonung des Klimas leisten kann.
Das Bild zeigt Referent Thomas Kuntze (r.), der einem Zuhörer eine moderne Umwälzpumpe zeigt. 	(Foto: pv)
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Das Bild zeigt Referent Thomas Kuntze (r.), der einem Zuhörer eine moderne Umwälzpumpe zeigt. (Foto: pv)
Bisher wird der überwiegende Teil der in Deutschland verfeuerten Pellets aus unbehandeltem Abfallholz hergestellt. Es gibt bei uns zahlreiche Pellethersteller, sodass die Konkurrenz dafür sorgt, dass die Preisentwicklung wesentlich günstiger verläuft als zum Beispiel beim Ölmarkt, der von wenigen großen Firmen beherrscht wird. Kuntze wies nach, dass trotz der höheren Anschaffungskosten eines Pelletheizkessels durch die deutlich niedrigeren Preise für Pellets gegenüber dem Öl innerhalb weniger Jahre der Unterschied eingespart und dann auf Dauer wesentlich billiger geheizt werden kann. Seiner Auffassung nach werde das auch auf Dauer so sein, weil Deutschland das waldreichste Land in Europa ist.

Hinzu kommt, dass der Mehrwertsteuersatz für Pellets bei nur sieben Prozent liegt. Das Heizen mit dem aufwachsenden Rohstoff Holz wird also insgesamt deutlich billiger und ist klimaneutral. Außerdem werden zurzeit solche Heizungen durch Zuschüsse und preiswerte Kredite gefördert. Die Heizung wird besonders wirtschaftlich, wenn sie mit Solaranlagen zur Warmwasserbereitung kombiniert wird, weil dann die Heizung über längere Perioden im Sommer ausgeschaltet bleibt. Interessant war für die Zuhörer auch, dass es inzwischen intelligente Steuerungen für Umwälzpumpen gibt, die das Zusammenspiel zwischen Solarteil und Heizungskessel optimal steuern und damit Wärmeverluste minimieren.

Neben Holzpellets gibt es auch Hackschnitzel, die preiswerter sind, aber für kleinere Anlagen technisch schwieriger zu handhaben sind. Hackschnitzel fallen an vielen Stellen an, wenn Gebüsche zurückgeschnitten, Restholz im Wald oder Baumkronen geschreddert werden. Es gibt sogar die Möglichkeit, die frisch geschredderten Hackschnitzel sofort zu verbrennen.

Kritisch äußerte sich Kuntze zu Bio-Gasanlagen, soweit diese mit Getreide, Mais oder anderen Feldfrüchten betrieben werden, die ihrerseits auf Dünger und Spritzmittel angewiesen sind. Dem stellte er die Anlage von Gebüschstreifen aus Weidenstecklingen gegenüber. Die Weiden können jeweils nach drei Jahren geerntet werden und schlagen dann erneut aus. Ein solcher Buschstreifen ist zwanzig Jahre lang nutzbar, braucht weder gedüngt noch gespritzt zu werden, was Geld spart und viel ökologischer ist. Es gibt inzwischen mehrere Landwirte, die sich damit unabhängig von fremden Energieträgern gemacht haben und damit viel Geld sparen.

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Artikel vom 10.03.2010 - 19.20 Uhr
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