Karben (cf). Sonja Parr ist neue stellvertretende Schulleiterin an der Kurt-Schumacher-Schule (KSS). Seit 1. Februar verstärkt die Studiendirektorin für Deutsch und Französisch das Kollegium der größten Gesamtschule im Wetteraukreis. Sie bildet zusammen mit Schulleiter Franz Wild das neue KSS-Leitungsteam.
Studiendirektorin Sonja Parr ist neue stellvertretende Schulleiterin an der Kurt-Schumacher-Schule.
(Foto: Fauerbach)
»Die Schulleitung bildet für mich das Herzstück einer Schule«, sagt die 37-Jährige gegenüber der WZ.
»Sie ist für mich das Gremium, das willig und fähig ist, Impulse in die Schule hineinzutragen und jederzeit offen für Anregungen aus der Schulgemeinschaft ist. Die Schulleitung trägt dazu bei Schule weiterzuentwickeln.« Ihre Position an der KSS begreift sie zugleich als Chance und auf Grund der Größe, auch als Herausforderung.
Erfahrungen als stellvertretende Schulleiterin bringt Parr mit: Sie war zuvor bereits zweieinhalb Jahre am Gymnasium Werlte im Emsland stellvertretende Schulleiterin. Die gebürtige Wetzlarerin studierte in Gießen und Marburg Germanistik und Romanistik. Während des Studiums lebte sie ein Jahr in Frankreich. Nach dem Referendariat in Usingen unterrichtete sie ein Jahr am Butzbacher Weidig-Gymnasium, der mit 1700 Schülern größten allgemeinbildenden Schule im Wetteraukreis. Von dort wechselte sie von fünfeinhalb Jahren nach Niedersachsen ans Gymnasium Werlte.
Die Stellenausschreibung an der KSS gefiel ihr und gab den Ausschlag, vom Emsland zurück nach Hessen zu gehen. »Wir sind ein tolles Team, und unser Netzwerk zeichnet die KSS aus«, bekräftigt Schulleiter Wild. »Ich bin mit Leib und Seele Lehrerin. Ich liebe meinen Beruf und gehe mit Spaß an ihn heran«, meint Parr. Sie sagt von sich: »Ich lache und kommuniziere gern.«
Die Wände ihres neuen Büros sind zwar noch etwas kahl, in den kommenden Wochen wird sich das aber ändern. In den ersten Tagen an der KSS sei viel auf sie eingestürmt. Die fremde Umgebung, das weitläufige Schulgelände, die vielen neuen Schüler und Kollegen. Über die Rückkehr aus dem flachen Emsland ins leicht hügelige Hessen freut sich auch ihr Mann, ein gebürtiger Klein-Kärber.
Ein neues Zuhause fand das Paar in Ranstadt-Dauernheim. »Uns gefällt der dörfliche Charakter mit den vielen Fachwerkhäusern im Ortskern sehr gut.« Über die ländliche Umgebung freuen sich auch die sechs Katzen und zwei Kaninchen im Hause Parr. Die sich als »sehr tierliebend« bezeichnende Pädagogin ist mit Hunden aufgewachsen. »Ich bin ein Dackel-Fan.« Mit ihrer Arbeitszeit sei ein Hund allerdings nicht zu vereinbaren.
Ihren Urlaub verbringt Parr am liebsten in Schottland. »Ich liebe Schottland. Ich habe einen Faible fürs Mittelalter und komme dort auf meine Kosten.«