Karben (dit). An dem Wettbewerb »Känguru der Mathematik 2010« nahmen Schülerinnen und Schüler der Grundschule Petterweil kürzlich teil. 19 Jungen und Mädchen aus den Jahrgangsstufen 3 und 4 knobelten, grübelten, rechneten und schätzten mit Begeisterung. Es galt, 24 altersgerechte, anregende und zugleich heitere Aufgaben in einer vorgegebenen Zeit zu lösen. Dass die Anforderungen bestens bewältigt wurden, zeigte sich dieser Tage.
Diese Schülerinnen und Schüler der Petterweiler Grundschule haben erfolgreich am Wettbewerb »Känguru der Mathematik 2010« teilgenommen.
Die Kinder konnten sich über Preise freuen, mit denen ihre Leistung honoriert wurde. Nina und Johannes aus der Klasse 4b belegten jeweils einen ersten Platz, Johannes gelang darüber hinaus der »weiteste Kängurusprung«, das heißt, er löste die meisten aufeinander folgenden Aufgaben richtig. Moritz aus der Klasse 4a rangierte auf Platz zwei. Rachel und Falk aus der Klasse 3b erreichten in ihrer Jahrgangsstufe jeweils einen dritten Platz. Auch alle anderen Schülerinnen und Schüler errangen beachtliche Punktzahlen. Jedes Kind erhielt eine Urkunde, ein kleines Spiel und ein Aufgabenheft. Für die Plätze eins bis drei waren unter anderem Bücher, Spiele, und Experimentierkästen als Gewinne ausgesetzt.
Die Teilnahme an dem Wettbewerb war eine Premiere. Die Initiative hatte Mathematiklehrerin Daniela Weisbach ergriffen. »Die Kinder können sich ungezwungen mit anspruchsvollen Aufgaben auseinandersetzen. Wer Spaß an der Mathematik hat, kann zeigen, was er kann. Positiv ist auch, dass jedes Kind eine Rückmeldung bekommt. Die Anerkennung wird durch Urkunden und Preise zum Ausdruck gebracht«, berichtete sie und informierte über den Wettbewerb.
Die Idee entstand 1978 in Australien. Von zwei französischen Mathematiklehrern wurde der Multiple-Choice-Wettbewerb nach Frankreich gebracht. Zu Ehren der australischen Erfinder wurde er »Kangourou des Mathematiques«, übersetzt »Känguru der Mathematik«, genannt. Immer mehr europäische Länder wurden für eine Teilnahme gewonnen. In der Folge wurde 1994 der internationale Verein »Kangourou sans frontières«, das bedeutet »Känguru ohne Grenzen«, mit Sitz in Paris gegründet. Für Deutschland ist ein Berliner Känguru-Verein zuständig.
Die Aufgaben sind in den teilnehmenden Ländern im Wesentlichen gleich und werden überall am gleichen Tag bearbeitet. Der internationale Känguru-Tag ist alljährlich der dritte Donnerstag im März. Ziel des Wettstreites ist es, die bei den Schülerinnen und Schülern häufig vorhandene Furcht vor dem Ernsthaften, Strengen und Trockenen der Mathematik etwas aufzubrechen. Für die Aufgaben stehen jeweils fünf Antworten zur Auswahl. Nur eine ist richtig.
Die Aufgaben sind so aufgebaut, dass für einen Teil der Lösungen Grundkenntnisse aus dem Schulunterricht ausreichend sind. Bei einem weiteren Teil wird ein tieferes Verständnis des in der Schule Gelernten benötigt und die Fähigkeit, dieses Wissen kreativ umzusetzen. Hinzu kommen Aufgaben, die mit Pfiffigkeit und gesundem Menschenverstand zu bewältigen sind und die sich dafür eignen, mathematische Arbeitsweisen unterhaltsam zu trainieren.