Frühlingshafter Ostermarkt der Petterweiler Landfrauen
Karben (jas). Es war ein Auftakt nach Maß: Die Frühlingssonne schien vom Himmel, und aus allen Richtungen strömten Besucher ins Albert-Schäfer-Haus. Empfangen wurden sie dort musikalisch vom Posaunenchor. Besser hätte der diesjährige Ostermarkt, zu dem die Petterweiler Landfrauen für Sonntag eingeladen hatten, gar nicht beginnen können.
Selbst gemachte Bären und Hasen in allen Größen und Farben bietet Dagmar Loschek an. (Foto: jas)
Und wie immer hatten die engagierten Damen in ihren blauen Westen Erstaunliches auf die Beine gestellt. So boten nicht nur zahlreiche Hobbykünstler ihre Arbeiten an, sondern auch an die kleinen Besucher hatten die Landfrauen um ihre Vorsitzende Gisela Cost gedacht und eine Mal- sowie Schminkecke eingerichtet. Natürlich lockte auch das kulinarische Angebot wieder viele Gäste zum Ostermarkt. Ob Grüne Soße, hausgemachter Kartoffelsalat oder selbst gebackener Kuchen - alles fand reißenden Absatz.
Musikalisch begrüßte außer den Bläsern, die unter der Leitung von Michael Beczkowiak spielten, ein ganz besonderer Chor die Besucher. Die Sänger des Sing- und Musizierkreises für Senioren hatten sich mit den Zweitklässlern der Petterweiler Grundschule zusammengetan, um mit Liedern wie »Es klappert die Mühle am rauschenden Bach«, »Alle Vögel sind schon da« und »Der Kuckuck und der Esel« auf den Frühling einzustimmen.
Die Eröffnung des Ostermarktes übernahm in diesem Jahr zum letzten Mal Bürgermeister Roland Schulz (SPD), der Anfang April von Guido Rahn (CDU) abgelöst wird. »Die Petterweiler Landfrauen sind ein Garant für schöne Stunden und gutes Essen«, sagte Schulz und dankte den Organisatorinnen für ihr Engagement. Gisela Cost überraschte den Bürgermeister ihrerseits mit einem Dankeschön. »Wir Landfrauen haben Sie als Bürgermeister sehr geschätzt, danken Ihnen für ein harmonisches Miteinander und wünschen Ihnen noch viele gute Jahre«, gab die Vorsitzende Schulz mit auf den Weg und überreichte einen Präsentkorb.
Zum Staunen, Schauen und Kaufen gab es beim Rundgang über den österlichen Markt so einiges. Da wurden Aquarellbilder und farbenfrohe Seidenmaltücher angeboten, Geschenkanhänger, Karten und Kerzen verziert mit gepressten Blüten, Windlichter aus buntem Glas, Schmuck, handbemalte Tassen, getöpferte Hühner, gehäkelte Decken, Duftseifen, Lichtbögen und köstliche Marmeladen. Dagmar Loschek hatte eine Vielzahl von selbst genähten Bären und Hasen mitgebracht, und am Stand gleich nebenan wurden Gänseeier mit Katzen-, Hasen- und Hundemotiven feilgeboten. Zum ersten Mal mit einem Stand dabei war die Lebensgemeinschaft Bingenheim, die in Echzell ansässig ist. Der Arbeitskreis Petterweiler Geschichten hatte anlässlich seines 20-jährigen Bestehens eine kleine Ausstellung mit historischen Fotos zusammengestellt (Bericht folgt).
Im Innenhof des Albert-Schäfer-Hauses, in dem die Osterkrone ihren Platz gefunden hatte, konnten frische Kräuter und Frühlingsblüher gekauft werden. Absoluter Anziehungspunkt für die Kleinsten war der Häschenstall, in dem sich schwarze Langohren vom Kleintierzuchtverein Bad Vilbel tummelten und auf Streicheleinheiten warteten.
Kreativität war beim Besuch der Osterhasen-Malschule gefragt, in der Monika Barth Kindern zeigte, wie aus weißen Leinwänden mit Hilfe der Serviettentechnik dekorative Kunstwerke werden können. Während einige Mädchen dort selbst künstlerisch tätig wurden, ließ sich die achtjährige Marie-Claire lieber von Sylvia Lenhard schminken. Das Motiv: passend zum Ostermarkt natürlich ein Hase. Ausgesprochenen Fleiß stellten Marga Rossmüller und Charlotte Mahr unter Beweis, die ausgeblasene Eier mit heißem Bienenwachs verzierten und sie anschließend bunt einfärbten. Die fertigen Exemplare - einige hundert Stück - verkauften die beiden Frauen zugunsten der evangelischen Kirche in Petterweil. Angeboten werden die ovalen Kunstwerke auch noch einmal am 27. März sowie am 1. April, jeweils von 8 bis 13 Uhr, am Stand gegenüber dem Nahkauf-Markt.