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»B 3 ist Ausweichstrecke für überlastete Autobahn 5«

Artikel vom 10.09.2010 - 18.17 Uhr

»B 3 ist Ausweichstrecke für überlastete Autobahn 5«

Karben/Wöllstadt (süd/pm). Die Sozialdemokraten aus Karben und Wöllstadt wollen sich gemeinsam dagegen stemmen, dass die beiden Städte mit immer mehr Verkehr belastet werden. Dazu trafen sie sich jetzt an der B 3.
Die Sozialdemokraten aus Karben und Wöllstadt üben den Schulterschluss in Sachen B 3-Ausbau.	(Foto: pv)
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Die Sozialdemokraten aus Karben und Wöllstadt üben den Schulterschluss in Sachen B 3-Ausbau. (Foto: pv)
»Die Problematik wird von Tag zu Tag offensichtlicher: Die B 3 ist eine ideale Ausweichstrecke für die überlastete A 5«, erklärten Wöllstadts SPD-Vorsitzender Bernd Hinkelmann und Karbens SPD-Kreistagsmitglied Jochen Schmitt. Sie sehen die »große Gefahr, dass über die B 3 immer mehr Verkehr fließt, der Straßenausbau in den beiden südlichen Wetterauer Kommunen aber nicht vorankommt«.

Bestehe in Wöllstadt wenigstens schon Baurecht für die notwendige Ortsumfahrung, habe »Karbens Mehrheit aus CDU, Freien Wählern und FDP den B 3-Ausbau erst einmal zu den Akten gelegt«, so die Sozialdemokraten in ihrer gemeinsamen Presseerklärung. »Die notwendigen Beschlüsse, um in das konkrete Planungsverfahren für die B 3 einzusteigen, wurden nicht gefasst, sodass die Realisierung des Ausbaus in den Sternen steht«, erklärte Schmitt.

Für Wöllstadts SPD-Vorsitzenden ist das Vorgehen der politischen Mehrheit in Karben »vollkommen unverständlich«: »Anstatt gemeinsam für eine schnellstmögliche Realisierung der B 3 in der südlichen Wetterau zu kämpfen, wird aufgrund wahltaktischer Überlegungen der Ausbau beerdigt.« Für Wöllstadt bedeute dies, dass selbst im Falle eines Ausbaus der B 3 von Friedberg über die B 45 bis südlich von Wöllstadt der Verkehrskollaps nicht vorbei sei. Denn Karben werde als Nadelöhr bestehen bleiben.

»Mit dem Wechsel von Lucia Puttrich in die Hessische Landesregierung haben wir zwar die Hoffnung, dass die Verkehrs-Problematik der südlichen Wetterau in Wiesbaden von den politischen Entscheidern besser begriffen wird. Vielleicht ist dort dann auch jemand in der Lage, den Karbener CDU-Parteifreunden deutlich die Meinung zu sagen«, formulierten die beiden SPD-Ortsvereine. Allerdings habe die Wetterau nun keinen Abgeordneten mehr im Bundestag und damit auch keinen direkten Interessenvertreter, wenn es um wichtige Entscheidungen wie um die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans gehe.

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Artikel vom 10.09.2010 - 18.17 Uhr
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Leserkommentare
(15.09.2010 20:15)
bla
Ist doch unabhängig!
Bei dem Artikel handelt es sich möglicherweise um eine Pressemitteilung der sich darstellenden politischen Gruppierung. Bei solchen Mitteilungen an die Presse wird davon ausgegangen, dass die geneigten Lesenden nicht über die tatsächlichen Hintergründe nachdenken.
Ich habe den Eindruck, dass die Auswahl der Pressemitteilungen in der WZ nicht eine politische Richtung vorgibt. Die qualitative Bewertung von Pressemitteilungen, besonders von einschlägig bekannten Gruppierungen, wird den interessierten Lesenden überlassen.
Wichtige Pfeiler der Demokratie sind informierte Bürgerinnen und Bürger, die Pressemitteilungen, Artikel oder Bücher lesen können, dies auch tun ohne danach das gelesene zwangsläufig für Wahr zu halten.
Und wenn es "seinerzeit" die SPD und die Grünen waren, die etwas verhindert haben, dann war das halt eben "seinerzeit" der entsprechende, demokratisch zustande gekommene, Volkswille.
(13.09.2010 20:14)
Mischa
Unabhängige Berichterstattung
Also soweit ich mich erinnere, wurde seinerzeit der Ausbau(bzw. die Planung) durch SPD und Grüne verhindert.
Grundsätzlich muss ich aber jetzt endlich mal loswerden, dass ich es unerträglich finde wie parteilich die Berichte dieser Zeitung sind.
Ich denke, dass die unabhängige Berichterstattung einer der wichtigsten Pfeiler der Demokratie ist. Diese Zeitung ist davon leider weit entfernt.
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