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20 Jahre Konzertreihe »Musik in der Kirche«

Artikel vom 03.03.2010 - 02.00 Uhr

20 Jahre Konzertreihe »Musik in der Kirche«

Karben (cf). Mit Sekt stießen die Mitglieder des Förderkreises »Musik in der Kirche» beim 100. Jubiläumskonzert auf 20 erfolgreiche Konzertjahre an in der Klein-Karbener St.-Michaelis-Kirche an. Horst Heckel, seit elf Jahren Vorsitzender des Förderkreises der evangelischen Kirchengemeinde, begrüßte die Konzertbesucher und erinnerte in einem Rückblick auf die Anfänge der Konzertreihe.
Initiatorin Ute Pastner-Giesler erhielt als »Dankeschön« für ihren zusammen mit dem Cellisten Bernd Knittel gelegten Grundstein
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Initiatorin Ute Pastner-Giesler erhielt als »Dankeschön« für ihren zusammen mit dem Cellisten Bernd Knittel gelegten Grundstein für die konzertante Erfolgsgeschichte, wie auch Hubert Buchberger, einen Blumenstrauß überreicht.
Vor 20 Jahren sei das Zusammentreffen von »weltlicher» Kammermusik im kirchlichen Raum eine Besonderheit gewesen. Und die Zahl der Skeptiker bei Kirchenmännern und Laien war ebenso groß wie ihre Bedenken. Vorläufer der Konzertreihe waren die Auftritte von Barockensembles in der Weihnachtszeit.

Nach mehreren Jahren sprachen sich Besucher für mehr Abwechslung im Programm aus. Angeregt durch die Veränderungswünsche kam es zu einem Gespräch zwischen Ute Pastner-Giesler und Bernd Knittel, Cellist beim Frankfurter Opernorchester. Daraus entstand die Idee zur Konzertreihe mit »weltlicher Kammermusik« im kirchlichen Raum, die bei den Mitgliedern des Kirchenvorstandes auf Zustimmung traf.

Pfarrer Werner Giesler verteidigte das Vorhaben gegenüber Kollegen: »Weltliche Musik in einem kirchlichen Raum ist niemals ein Widerspruch, denn die Musik lässt uns immer ein Stück vom Himmel spüren.« Dennoch benötigte es einen langen Atem, Professionalität, Beharrlichkeit und eines großen ehrenamtlichen Engagements von zwölf musikbegeisterten Gemeindemitgliedern, bis die Zuhörerzahlen stiegen und die Konzertreihe sich zu einer wichtigen Kulturveranstaltung in der südlichen Wetterau entwickelte. Inzwischen kommen die Besucher aus der ganzen Rhein-Main-Region zu den Konzerten nach Klein-Karben. »Das erste Konzert fand am 11. März 1990 mit der Cellistin Sabine Krams und dem Pianisten Christian Kroeker statt. Das Duo spielte bei der Premiere Stücke von Beethoven, Debussy und Brahms«, erinnerte Heckel. Kurz darauf gründete sich der Förderkreis »Musik in der Kirche». Initiator Knittel, der ebenfalls oft auf der Interpretenliste stand, wurde vor zehn Jahren mit seinem Eintritt in den Ruhestand von Heckel im Amt als Vorsitzender des Förderkreises abgelöst.

Philipp Bosbach folgte als künstlerischer Leiter vor zehn Jahren Professor Hubert Buchberger von der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst nach. »Um solche tollen Konzerte wie das Jubiläumskonzert in unserer alten kleinen Bauernkirche erleben zu können, bedarf es erstklassigen Künstlern, Intelligenz und einem verlässlichem Organisationskreis», sagte Pfarrer Giesler. Zu den Besonderheiten der Konzertreihe gehörte, dass alle Künstler unabhängig von ihrem Bekanntheitsgrad für dasselbe Honorar auftreten. »Und das liegt sicher auch daran, dass sie gerne in unserer Kirche auftreten, weil sie dicht beim Publikum sind und eine hautnahe Resonanz erfahren«, fügte Heckel hinzu.

Hubert Buchberger, der die Reihe bereits in der elften Saison verantwortet, sagte: »Wir hatten hier schon einige sehr schöne und außergewöhnliche Konzerte.« Bei diesen spielten inzwischen unter der Kanzel von St. Michaelis mehrere hundert Interpreten, zu denen bekannte Künstler wie auch hoffnungsvolle Nachwuchsmusiker gehörten. Wie die Veranstalter mitteilten, kann die Cellistin Luise Buchberger das letzte Konzert im ersten Halbjahr nicht wie angekündigt bestreiten. Wer am 29. Mai um 19 Uhr in St. Michalis auftritt, wird noch bekanntgegeben.

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Artikel vom 03.03.2010 - 02.00 Uhr
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