Friedberg (har). Viele Jahre wurde das »Deutsche Haus« an der Ecke Hanauer Straße/Saarstraße gegenüber des Bahnhofs als Altersheim genutzt. Nachdem die letzten Bewohner im April vergangenen Jahres in das neue, nur wenige Meter entfernt gelegen Erasmus-Alberus-Haus gezogen waren, tat sich von außen her erst einmal nichts. Doch da waren die Wege für eine neue Nutzung schon längst geebnet.
Zurzeit eingerüstet: das »Deutsche Haus« gegenüber des Bahnhofs. (Foto: Schuchardt)
Bereits Ende 2007 hatte die Planungsgesellschaft Fischer aus Bad Nauheim das Haus erworben und begann nach dem Auszug des bisherigen Nutzers sofort mit einer Bestandsaufnahme, und die fiel wenig berauschend aus.
»Hier wurde Jahrzehnte so gut wie nichts gemacht«, sagt Dipl.-Ing. Hans Jörg Fischer, der zusammen mit seinem Bruder Thomas Inhaber der Firma ist. Nachdem ein Konzept für die ganze Liegenschaft erstellt worden war, begannen im vergangenen Jahr die Baumaßnahmen.
Zunächst wurden die vier Stockwerke komplett entkernt und die Grundrisse optimiert. Heizung, Haus- und Elektrotechnik wurden komplett neu installiert. Pläne, aus dem Haus wieder ein Hotel zu machen, wurden schnell verworfen. Statt dessen sollten Büroräume und im Erdgeschoss eine Ladenfläche entstehen.
»Wir sehen das Haus als Tor in die Kreisstadt«, erklärt Hans-Jörg Fischer. Dementsprechend soll das Gebäude wieder ein echtes Schmuckstück werden. »Wenn dann erst einmal der Bahnhof saniert wird und der Bahnhofsvorplatz neugestaltet ist, sieht es hier sehr gut aus, und unser Haus ist ein Glanzpunkt«, ist sich Fischer sicher.
Überraschend schnell fand sich mit der Diakonie Wetterau ein Mieter für die vier Stockwerke. Schon vor vier Wochen zogen die Verwaltung, die Allgemeine Lebensberatung sowie Ehe-, Familien und Erziehungsberatung, die bisher auf verschiedene Standorte verteilt waren, hier ein. Dazu kommen im ersten Stock eine Tagesstätte sowie die psychosoziale Beratung.