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Wie unterm Eiffelturm, so auch am Adolfsturm

Artikel vom 26.11.2009 - 22.00 Uhr

Wie unterm Eiffelturm, so auch am Adolfsturm

Friedberg (jw). Am Freitagnachmittag wird die Friedberger Eisweihnacht in der Burg eröffnet. Hauptanziehungspunkt neben den Buden wird wie im Vorjahr die Kunsteisbahn sein. 19 mal 17 Meter groß ist die Eislauffläche, diesmal wurde sie im vorderen Bereich des Parkplatzes am St. Georgsbrunnen aufgebaut. Zwei Tage benötigten zwei Mitarbeiter der österreichischen Firma AST Eis- und Solartechnik GmbH, um die Anlage aufzubauen. Die WZ war dabei.
Sonnige Aussichten: Thomas Falbesoner spritzt mit einem Schlauch Schicht für Schicht Wasser auf die Eisbahn. Am Ende soll die Ei
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Sonnige Aussichten: Thomas Falbesoner spritzt mit einem Schlauch Schicht für Schicht Wasser auf die Eisbahn. Am Ende soll die Eisdecke sechs bis sieben Zentimeter dick sein. (Foto: Wagner)


Wenn heute Abend die ersten Schlittschuhläufer unter dem Adolfsturm in romantischer Kulisse ihre Runden drehen, laufen sie auf einer Anlage, die man ganz ähnlich auch auf dem Frankfurter Opernplatz, vor dem Wiener Rathaus oder unter dem Eiffelturm in Paris finden kann. Die in der Marktgemeinde Reutte in Tirol ansässige Firma AST baut weltweit Eisbahnen auf und wird beispielsweise für das Eröffnungsspiel der Eishockey-Weltmeisterschaft 2010 in der Arena auf Schalke ein mobiles Eishockey-Spielfeld liefern. Über 2600 Kunsteisbahn-Projekte konnte AST nach eigenen Angaben in den letzten zehn Jahren in über 40 Ländern der Erde realisieren.

Das Kernstück der Eisbahn ist das Kühlaggregat. Eine Pumpe befördert Wasser in einen Ausgleichsbehälter. Die Luft entweicht, das Wasser wird ins Kühlaggregat gedrückt, dort mittels Glycol auf minus 10 Grad gebracht und über Rohre auf die Eislauffläche transportiert. Dort liegen schwarze Eismatten, die sich aus jeweils acht Schläuchen zusammensetzen, wie die beiden Techniker Robert Nigg und Thomas Falbesoner erläutern.

Die Eismatten bilden eine Absorberfläche. Durch die Schläuche der Matten fließt das abgekühlte Frostschutz-Wasser-Gemisch, das dann die Eisbahn entstehen lässt. Einen Tag benötigten Nigg und Falbesoner, um die Absorberfläche aufzubauen. Auf eine dünne weiße Abdeckmatte wurde gestern das Wasser aufgespritzt. Zentimeterweise, damit es friert. Hat sich das Wasser in Eis verwandelt, wird die nächste Schicht aufgespritzt und immer so fort. Am Ende entsteht eine sechs bis sieben Zentimeter dicke und möglichst spiegelglatte Eisschicht, die zum Schlittschuhlaufen einlädt. Heute beobachten die Techniker, ob die Anlage läuft, dann geht’s wieder zurück nach Tirol. »Das ist ein wartungsfreies System, das läuft problemlos«, sagt Nigg.

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Artikel vom 26.11.2009 - 22.00 Uhr
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