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Standinhaber beim Altstadtfest: »Schon ganz andere Rückgänge erlebt«

Artikel vom 21.06.2010 - 20.00 Uhr

Standinhaber beim Altstadtfest: »Schon ganz andere Rückgänge erlebt«

Friedberg (har). Das 31. Altstadtfest endete am Sonntagabend mit einem musikalischen Höhepunkt. Auf der Kaiserstraßenbühne sorgten die Diamonds noch einmal für beste Partystimmung. Die beliebte Oldieband um den Altenstädter Sven Waldschmidt lockte mehrere hundert Besucher an, darunter viele, die eigens wegen deren Auftritt noch einmal oder gar zum ersten Mal auf die Festmeile gekommen waren.
Finale: Die Diamonds bei ihrem Auftritt und die Stände der heimischen Gastronomen in der Burg. 	(Fotos: Schuchardt)
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Finale: Die Diamonds bei ihrem Auftritt
© Schuchardt
Zwei Stunden lang und ohne Pause sorgte die sechsköpfige Band mit Hits aus den 50er und 60er Jahren dafür, dass vor der Bühne getanzt und lautstark mitgesungen wurde.

Das war auf dem dreitägigen Fest nicht immer so gewesen. Vor allem in der Burg nicht, wo ein anderes, ruhigeres Musikprogramm geboten wurde, sehr zum Leidwesen der einheimischen Gastronomen mit ihren Essenständen.

»Bessere oder andere Musik hätte an den Abenden bestimmt mehr Besucher in die Burg gelockt, doch insgesamt sind wir zufrieden«, sagte Andreas Glaum, Inhaber der Echzeller »Weinscheune«, und Sandra Engel von der Metzgerei Engel ergänzte: »Der Freitagabend war nicht so toll, aber ansonsten lief es ganz ordentlich, wir hatten ja auch keine Erfahrungswerte.« Ihre Erdbeerbowle jedenfalls war am Samstagabend ausverkauft. »Die Chefin war heute Morgen schon in Ockstadt, hat Erdbeeren geholt und noch mal Bowle angesetzt«, berichtete eine Engel-Mitarbeiterin. »Kritiker gibt es immer, und bei den vielen Neuerungen, die wir gemacht haben, wundert mich das nicht«, sagte Harry Thyssen, der wieder für den technischen Ablauf verantwortlich zeichnete und die Bands verpflichtet hatte.

»Die Hauptbühne ist nun mal die auf der Kaiserstraße, hier spielen die Topacts«, so Thyssen. Davon profitiert haben auch die Getränkestände in der Nähe der Kaiserstraßenbühne. »Wir sind zufrieden, nur die Diamonds hätten am Freitag bis Mitternacht spielen müssen«, erklärte Dunkel-Wirt Kai Brodi.

Obwohl deutlich weniger Besucher kamen, waren die Standinhaber mit dem Umsatz doch recht zufrieden. »Gerade in der heutigen Zeit; da haben wir in diesem Jahr schon ganz andere Rückgänge erlebt«, so ein Händler. Zufrieden waren auch die Mitarbeiter in Rojes Fischbude, die auf der Kaiserstraße stand. »Das war schon in Ordnung, nur den Samstagmittag konnte man vergessen«, erklärte ein Mitarbeiter, für den »der eigentliche Stress erst jetzt beginnt, denn wir müssen noch heute Nacht alles weg haben«.

Dies sei eine Eigenart der Kreisstadt, denn »woanders ist die Straße am Tag nach dem Fest noch gesperrt, hier aber nicht«. So wunderte es nicht, dass nach 21 Uhr schon der große Abbau begann, während die Diamonds zum Finale »Hey Babe« intonierten. Nach der dritten Zugabe leerte sich dann die Kaiserstraße endgültig, und das 31. Altstadtfest war Geschichte.

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