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Pfarrer Jörg Fröhlich aus dem Dienst als Notfallseelsorger entlassen

Artikel vom 08.02.2010 - 20.35 Uhr

Pfarrer Jörg Fröhlich aus dem Dienst als Notfallseelsorger entlassen

Friedberg (gk). Pfarrer Jörg Fröhlich ist nach über zehn Jahren aus seinem Amt als Notfallseelsorger verabschiedet worden. Ende der 1990er-Jahre war er maßgeblich am Aufbau der ökumenischen Notfallseelsorge im Wetteraukreis beteiligt und hat über zehn Jahre als hauptamtlicher Koordinator der jährlich etwa 125 Einsätze gewirkt.
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Zum Gottesdienst waren auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr gekommen.
»Seid Täter des Wortes« - so steht es über der Kanzel in der evangelischen Burgkirche geschrieben. Pfarrer Jörg Fröhlich ist einer von den Menschen, die der Aufforderung, Jesu Botschaft Wirklichkeit werden zu lassen, in vorbildlicher Weise nachgekommen sind. Fröhlich hat nun um Entpflichtung von seinem physisch und vor allem psychisch belastenden Amt gebeten, um sich einer neuen Tätigkeit als Gemeindepfarrer an der Butzbacher Markuskirche zuzuwenden.

Dekan Jörg-Michael Schlösser lobte Fröhlichs »exzellente Zusammenarbeit mit allen Rettungskräften«. In den von ihm eingerichteten und geleiteten Trauerseminaren hätten viele Mitarbeiter der Rettungsdienste und ehrenamtlichen Notfallseelsorger wichtige Hilfen für den Umgang mit Leid und Tod erhalten, sagte der Dekan. Auch die von Fröhlich ins Leben gerufenen jährlichen »Blaulichtgottesdienste« seien auf immer stärkere Resonanz gestoßen.

Pfarrer Fröhlich hielt in seiner Predigt sehr persönliche Rückschau: »Wie schnell verändert sich ein Leben, werden Lebensentwürfe über den Haufen geworfen, wenn sich ein Unglück ereignet hat. Abgründe tun sich auf - alles auf dem Pilgerweg des Lebens.« Kaum irgendwo lasse sich diese Erfahrung intensiver machen als im Bereich der Notfallseelsorge - sei es bei der Betreuung von Unfallopfern, der Überbringung von Todesnachrichten oder im Beistand für die Helfer selbst. Anhand bewegender Beispiele verdeutlichte Fröhlich, welch großen psychischen Belastungen jeder Beteiligte eines Rettungseinsatzes ausgesetzt ist. In einem Traum sei ihm klar geworden, dass er nach fast elf Jahren den hohen Anforderungen seines Amtes nicht mehr gewachsen sei. Fröhlich dankte seinerseits allen, die ihn helfend auf seinem Weg begleitet haben - vor allem den Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren, von denen viele zum Gottesdienst erschienen waren. Der Empfang im ehemaligen Predigerseminar vor dem Burgtor bot weitere Gelegenheit, Fröhlich für seine Arbeit Dank und Anerkennung auszusprechen. Der katholische Dekan der Wetterau, Pfarrer Hans-Joachim Wahl, Manfred Patzelt vom Evangelischen Dekanat Nidda, Karbens Stadtbrandinspektor Thomas Bier sowie der stellvertretende Kreisbrandinspektor Himmel - sie alle waren erschienen, um sich von Fröhlich mit Geschenken und Wünschen für seinen weiteren Lebensweg zu verabschieden.

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Artikel vom 08.02.2010 - 20.35 Uhr
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