Friedberg (kpp). Zur Enthüllung der neuen Verkehrs-Holzfiguren, die unter anderem vom Fauerbacher Kindergarten »Farbklecks«, der Grundschule und einigen Ortsvereinen gestaltet wurden, waren viele Fauerbacher Mitwirkende, aber auch Vertreter der Stadt am Donnerstagnachmittag zur Grundschule gekommen. Manfred Witt begrüßte die Anwesenden stellvertretend für die Bürgerinitiative »Pro Fauerbach« und nutzte gleichzeitig die Gelegenheit, um erneut auf die geforderte Teilortsumgehung für Fauerbach aufmerksam zu machen.
Manfred Witt (rechts), Ortsvorsteher Norbert Simmer (links daneben und weitere Mitglieder der BI vor einer der Figuren. (Foto: Kipp)
Insgesamt zieren nun 16 Holzfiguren Fauerbachs Straßen. Sie zeigen meist Kinder mit Verkehrsschildern, beispielsweise 30er-Zone. Entstanden sind diese Holzfiguren in Zusammenarbeit der Fauerbacher Grundschule, einiger Ortsvereine wie der Gesangsverein und des TSV sowie des Kindergartens »Farbklecks«, die sich gemeinsam durch diese Aktion für sicherere Straßen in ihrem Ort einsetzen wollen.
Sie enthüllten am Donnerstag symbolisch zwei der neuen Holzfiguren, eine an der Grundschule und eine am »Farbklecks«. Sie dienen dazu, sagte Witt, mehr Verkehrssicherheit auf Fauerbachs Straßen zu bringen. Dabei soll auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer, vornehmlich die Schulkinder, aufmerksam gemacht werden, die die stark befahrene Hauptstraße und Dorheimer Straße überqueren müssen.
»Diese Schilder bedeuten aber auch eine Gratwanderung zwischen mehr Gefahr schaffen oder Gefahr abwenden«, erklärte Witt. Denn wenn die Schilder zu auffällig sind, könnten sie auch eine Ablenkung für die Autofahrer bedeuten und somit mehr Verkehrsunsicherheit schaffen. Doch die Erfahrung zeige, so Witt, dass die Holzfiguren in ihrer Größe und Farbgestaltung genau richtig konzipiert seien, sodass sie auffallen, aber nicht zuungunsten der Verkehrsteilnehmer. Damit die Figuren lange halten, sind die Hersteller und Mitwirkenden des Projekts auch in Zukunft mit der Aufgabe betraut, sie zu pflegen.
Doch an diesem Nachmittag stand ein weiteres Anliegen einiger Fauerbacher und vor allem der Bürgerinitiative »Pro Fauerbach« auf der Tagesordnung: die schon lang geforderte Teilortsumgehung Fauerbach. Dabei gehe es um die Abtrennung der Dorheimer Straße vom Hauptverkehr, um einem ganzen Wohnviertel mehr Lebensqualität zu geben, sagte Witt. »Aktuell zählen wir täglich bis zu 14 500 Fahrzeuge, die die Dorheimer Straße durchqueren«, erklärte Witt. Darunter seien auch Lastwagen, die ganze Häuser zum Wackeln brächten. Das Ziel sei, diese Unruhe von Fauerbachs Straßen wegzubekommen.
Fürs Erste, so Witt, könnten Geschwindigkeitsmess-Tafeln helfen, um die Fahrer dazu zu bewegen, langsamer zu fahren. »Ganze zwei Wochen hat uns die Stadt diese Tafeln gegönnt«, erklärte Witt, dann seien sie wieder abmontiert worden, und der Verkehr laufe wie vorher. Und auch sonst sei bislang vonseiten der Politik wenig Unterstützung aufgebracht worden. »Doch die Fauerbacher werden weiter kämpfen«, erklärte Witt.