Friedberg (ini). Unter dem Motto »Brücken bauen« stand die offizielle Einweihung des »Hauses der Diakonie« am Montagnachmittag. Hier sind nun alle Beratungsstellen, das Psychosoziale Zentrum und die Verwaltung unter einem Dach versammelt, die zuvor an fünf verschiedenen Stellen in Friedberg untergebracht waren. Mitarbeiter, Gäste und die Leitung des Diakonischen Werks Wetterau zeigten sich erfreut über die modernen, barrierefreien Räume und die Konzentration aller Hilfsangebote in einem Gebäude.
Eckhard Sandrock, Leiter des Diakonischen Werks Wetterau, bei seiner Ansprache.
»Ich bin überzeugt, dass dieser Weg der kurzen Wege das Ergebnis der Beratungsarbeit ein ganzes Stück verbessern wird«, war Wilfried Knapp vom Diakonischen Werk in Hessen und Nassau überzeugt.
Und auch Landrat Joachim Arnold zeigte sich zufrieden, dass »endlich alle Einrichtungen im Stadtgebiet Friedberg an einem Ort konzentriert« sind. Das sei nicht nur für Führungskräfte und Mitarbeiter ein großer Gewinn, sondern vor allem für die Kunden des Diakonischen Werkes. »Die Wege werden kürzer und die Hemmschwellen, die manche Menschen davon abhalten, von einer Beratungsstelle zur anderen zu gehen, geringer.« Das Diakonische Werk sei ein verlässlicher Partner, der jetzt auch in angemessenen Räumen Platz gefunden habe.
Nach einjähriger Umbauphase ist das Haus in der Saarstraße 55 zu einem Schmuckstück in der Friedberger Innenstadt geworden. Seit Oktober arbeiten bereits Mitarbeiter auf den rund 800 Quadratmeter Fläche der vier Etagen, die das Diakonische Werk Wetterau angemietet hat. In der ersten Etage ist die Tagesstätte des Psychosozialen Zentrums für Menschen mit psychischen Erkrankungen und seelischen Behinderungen untergebracht. Die weiteren Etagen teilen sich Verwaltung und Beratungsstellen. Mit der Fertigstellung des Hauses wechselte die Leitung von Nidda nach Friedberg. Eckhard Sandrock, Leiter des Diakonischen Werkes Wetterau, hat nun seinen Dienstsitz in Friedberg, während seine Stellvertreterin Anny Rahn-Walaschewski nach Nidda wechselte. Dadurch würde der Ostkreis aber nicht aus dem Blick verloren, betonte Knapp.
Verschiedene Beratungsdienste angesiedelt
Im »Haus der Diakonie« sind auch die verschiedenen Beratungsdienste wie allgemeine Lebens-, Senioren-, Ehe-, Familien- und Erziehungsberatung zu finden sowie die Fachstelle Betreutes Wohnen und die psychosoziale Beratung des Psychosozialen Zentrums und der Integrationsfachdienst für die berufliche Integration, Beratung und Vermittlung schwerbehinderter Menschen im Arbeitsleben. Durch die Bündelung des Angebots werden Synergieeffekte erwartet, Hilfesuchende können nun einfacher von einem Ansprechpartner zum nächsten weitergeleitet werden. Die zentrale Lage direkt am Bahnhof sowie der barrierefreie Zugang wurden als weitere Pluspunkte des neuen Domizils genannt.
Zur Einweihung konnte Sandrock zahlreiche Gäste aus Politik und Kirche, von Kosten- und Leistungsträgern sowie Vertreter der Liga der Wohlfahrtsverbände im Wetteraukreis begrüßen. Neben Landrat Arnold waren auch die Kreisbeigeordneten Oswin Veith und Ottmar Lich sowie ehrenamtliche Kreisbeigeordnete erschienen. Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender vertrat die Stadt Friedberg, und Tobias Utter, Präses des Evangelischen Dekanats Wetterau, sprach ein Grußwort.
»Brücken zu den Ortschaften«
Im Mittelpunkt der Andacht, die Dekan Jörg-Michael Schlösser und Pfarrerin Ursula Wendt zusammen mit den Musikern Ulrich Seeger und Jutta Hahn gestalteten, stand das Thema Brücken bauen. Vom Haus der Diakonie aus würden Brücken zwischen Kirche und Diakonischem Werk und zu den Ortschaften des Kreises gebaut, in den Beratungsstellen und der Tagesstätte Brücken zwischen Menschen, in der psychiatrischen Hilfe auch Brücken zu anderen Einrichtungen, führte Wendt aus. Symbolisch bauten Mitarbeiter eine Brücke nach dem Modell Leonardo Da Vincis. Die Brücke nach Bad Nauheim wurde durch die Singgruppe des Wohnheims Haus Wetterau geschlagen. Nach den Grußworten hatten die Besucher Gelegenheit, die Räumlichkeiten zu besichtigen.