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Ein Collier für die Fashionpuppe Barbie

Artikel vom 15.05.2010 - 13.00 Uhr

Ein Collier für die Fashionpuppe Barbie

Friedberg (ihm). 1998 fiel Nina Jakubowski ein Programmheft der Volkshochschule Wetterau in die Hände. »Ich beschloss, einen Kurs im Goldschmieden zu belegen. Seitdem wusste ich, welchen beruflichen Weg ich einschlagen wollte«, erzählt sie. 2004 legte sie die Prüfung zur Goldschmiedin ab, kurz darauf reiste sie erstmals nach Australien.
Nina Jakubowski
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Nina Jakubowski
Heute lebt die 29-Jährige in Sydney, sie arbeitet bei Stefano Canturi. Der Schmuckdesigner entwarf kürzlich ein Collier für eine Barbiepuppe. Jakubowski entwickelte das Schmuckstück am Computer. »Ich interessierte mich seit vielen Jahren für Australien«, erzählt sie. Zusammen mit einer Freundin plante Nina Jakubowski darum, den Kontinent nach der Ausbildung zu bereisen. »Im Oktober 2004 flog ich nach Australien, um drei Monate durch das Land zu touren. Es wurden zehn Monate. Nach einem kurzen Aufenthalt in Deutschland kehrte ich für ein weiteres halbes Jahr zurück.« Ihre Ausbildung zur Goldschmiedin hatte die Friedbergerin an der Zeichenschule Hanau absolviert. 2006 ging sie erneut dorthin, um sich im Schmucksteinfassen weiterzubilden. Seit 2008 ist sie wieder in Sydney.

»Bei Canturi bekam ich eine Anstellung als Goldschmiedin. Kurz darauf wurde eine neue Abteilung eingerichtet, an der Schmuckstücke mithilfe des CAD-Programms Rhinoceros Gold entwickelt werden.« In manchen Fällen sei die Vorarbeit am PC hilfreich und zeitsparend. Jakubowski: »Die Idee bringt der Designer zu Papier und er fertigt Entwürfe. Anschließend müssen Diamanten und andere Schmucksteine herausgesucht oder zugeschliffen werden, dann kommen sie zu mir.« Job der 29-Jährigen ist es, das Schmuckstück visuell nach Idee und Größenangaben darzustellen, um die Lücke zwischen Entwurf und fertigem Produkt zu schließen.

Kleine Kette, große Wirkung: Barbie und ihr Collier sollen für einen guten Zweck versteigert werden.
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Kleine Kette, große Wirkung: Barbie und ihr Collier sollen für einen guten Zweck versteigert werden.
Innerhalb kurzer Zeit könne man sehen, ob Proportionen und Längenvorstellungen wie geplant umsetzbar sind. »Die Entwicklung wird auf diese Weise von mehreren Wochen auf wenige Tage reduziert. Mit weiteren Technologien wie CNC-Fräsmaschinen und 3D-Druckern hat man sogar die Möglichkeit, Prototypen auszufräsen oder auszudrucken«, sagt sie. Nach Planung und Abstimmung mit dem Designer werde mit Goldschmieden und Schmucksteinfassern besprochen, was von deren Seite für ein bestmögliches Endergebnis notwendig sei. Zur Feier der 50. Geburtstags von Barbie hatte Canturi Schmuck für eine lebensgroße Puppe kreiert.

Die Barbie-Macher hätten sich darauf erneut an Canturi gewandt, der ein Mini-Collier entwarf, erzählt die Friedbergerin. Trägerin ist eine Puppe, die derzeit um die Welt tourt und am Ende für einen guten Zweck versteigert werden soll. Letzte Woche wurde die wohl teuerste Barbie der Welt auf der »Fashion Week« in Sydney gezeigt. Wert des Schmucks: 551 700 Dollar. »Bei einem Collier wie das für Barbie war die Planung extrem wichtig. Man fertigt nicht oft Schmuckstücke für so einen kleinen Hals«, blickt Nina Jakubowski zurück.

In Bälde will sie in Deutschland ihr Glück als Goldschmiedin und CAD-Zeichnerin versuchen. Das Leben in Australien gefällt ihr. Es verlaufe gelassen, die Menschen seien entspannt. »Zudem sind alle von Sonne und schönen Stränden verwöhnt«, erzählt sie. Trotzdem fehle ihr die Heimat - im Juni kehrt sie zurück.

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Artikel vom 15.05.2010 - 13.00 Uhr
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