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Adolfsturm: Mit »Druck der Bürger« zur neuen Wetterfahne?

Artikel vom 16.07.2010 - 09.00 Uhr

Adolfsturm: Mit »Druck der Bürger« zur neuen Wetterfahne?

Friedberg (ütz). Nunmehr steht es fest: Mit der neuen Wetterfahne für den Adolfsturm wird es in diesem Jahr nichts werden. Das teilte der Leiter der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten (Bad Homburg), Karl Weber, auf WZ-Anfrage mit. Wie er erklärte, habe seine Behörde in diesem Jahr dafür kein Geld.
Früher nahm man sie gar nicht so recht wahr, die Wetterfahne auf dem Adolfsturm. Jetzt, wo sie fehlt, bietet das Friedberger Wah
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Früher nahm man sie gar nicht so recht wahr, die Wetterfahne auf dem Adolfsturm. Jetzt, wo sie fehlt, bietet das Friedberger Wahrzeichen ein geradezu bemitleidenswertes Bild. (Foto: Nici Merz)
Denn: Der Orkan »Xynthia« hatte am letzten Februar-Wochenende nicht nur die Spitze des Friedberger Wahrzeichens abgeknickt, sondern hessenweit zahlreiche andere Schäden angerichtet, die weitaus schwerer wiegen und die die Schlösserverwaltung zu beheben hat.

So hatte das Sturmtief beispielsweise in Hanau-Wilhelmsbad ein komplettes Wehr zerstört. Schwere Schäden wurden auch im Schloss Lichtenberg verzeichnet, wo eine Mauer einstürzte, und Bad Karlsberg, wo eine Uferböschung wegbrach. Andernorts hatte der strenge Winter ganze Stützmauern von mittelalterlichen Burganlagen wegbrechen lassen. Dazu kommen dringende bauerhaltende Maßnahmen.

Weber: »Angesichts dieser Situation wird es verständlich sein, dass die Wetterfahne auf unserer Prioritätenliste nicht weit oben steht. Vielmehr müssen wir in einigen Orten dafür sorgen, dass die Leute wieder in ihre Häuser einziehen können.« Die Wetterfahne des Adolfsturms sei ein »Nice to have«, aber in diesem Jahr könne sie nicht ersetzt werden - und im nächsten Jahr wahrscheinlich auch nicht.

Das allerdings könnte sich ändern: Wenn wie jetzt in Friedberg »durch bürgerschaftliches Engagement Druck aufgebaut« werde, könnte sich seine Behörde dem nur schwer entziehen. Weber: »Bis zu einer bestimmten Summe sind wir bereit, jeden Euro zu verdoppeln, den die Friedberger selber aufbringen.«

Der Chef der Schlösserverwaltung schätzt die Gesamtkosten für einen Ersatz der Wetterfahne auf 50 000 bis 60 000 Euro. Wenn also in Friedberg eine breite Bürgerbewegung festzustellen sei und 25 000 bis 30 000 Euro zusammenkommen, werde man die Wetterfahne auf der Prioritätenliste hochstufen. Es liege mithin auch bei den Friedbergern, wann der Adolfsturm eine neue Wetterfahne erhält. Größte Mühe, dass dies im nächsten Jahr bewerkstelligt werden kann, gibt sich die Bürgerinitiative Adolfsturm, die bereits fleißig Spenden sammelt.



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Artikel vom 16.07.2010 - 09.00 Uhr
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