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Wie tonnenschwere Fracht auf Züge gelangt

Artikel vom 17.04.2009 - 20.30 Uhr

Wie tonnenschwere Fracht auf Züge gelangt

Frankfurt (cf). Zahlreiche Besucher nutzten am 2. bundesweiten »Tag der Logistik« die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen von Containerterminals, Logistikzentren, Servicestellen und Rangierbahnhöfen zu werfen. Das Terminal von DB Schenker war einer von 19 Standorten in Deutschland, das seine Tore für Besuchergruppen öffnete
Lademeister Edward Bockman (2. v.r.) und Terminalleiterin Barbara Müller (r.) erläutern Besuchern den Ladevorgang.
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Lademeister Edward Bockman (2. v.r.) und Terminalleiterin Barbara Müller (r.) erläutern Besuchern den Ladevorgang.
. Das Containerterminal in der Mainmetropole ist ein großer Logistikstandort, von dem aus nicht verderbliche Waren von Autos über Computer und Bildschirmen bis zu Chemikalien in alle Welt geschickt werden. Der bundesweite Aktionstag des Ressorts Transport und Logistik der Deutschen Bahn AG stand unter dem Motto »Logistik macht’s möglich«.

Einerseits sollte Schülern und Studenten am Aktionstag Berufe und Arbeitsabläufe bei einem internationalen Transport- und Logistikdienstleister gezeigt werden, andererseits konnten Interessenten die Komplexität logistischer Abläufe sehen. Vor Ort informierte Terminalleiterin Barbara Müller, deren Team 24 Mitarbeiter zählt, die Besucher. Zu ihnen gehörten der angehende Kaufmann für Logistik, Michael Schwabbauer aus Allendorf-Lumda, und die beiden Logistik-Studenten Johannes Bönsch und Gregor Norr. Das Duo studiert an der Fachhochschule Gießen-Friedberg im 2. Semester Logistik. Michael Schwabbauer wird zurzeit am Berufsförderungswerk in Bad Vilbel umgeschult. Alle drei wollten sich am Logistiktag informieren. Sie waren von der Größe, der Umschlagsmenge und der Leistungsfähigkeit des Containerterminals der »Deutschen Umschlaggesellschaft Schiene-Straße« (DUSS) beeindruckt. Die Containerterminals der DUSS sind Schnittstelle zwischen den Verkehrswegen Schiene, Straße und Wasser. Damit sind sie wichtige Glieder in der Transportkette »Kombinierter Verkehr«.

Im 2004 errichteten DUSS-Terminal im Frankfurter Osten werden hauptsächlich Ladeeinheiten umgeschlagen, wie es in der Fachsprache heißt. Außerdem werden eine Vielzahl weiterer Dienstleistungen angeboten: Abstellen von Containern, Verplombung oder Zollabfertigung. Auf der Anlage werden Container, Tanks, Wechselbrücken und Sattelanhänger von den Zügen auf Lkw verladen und umgekehrt. Im vergangenen Jahr waren dies an den 19 DUSS-Standorten 2,16 Millionen Ladeeinheiten. Am Main wurden über 80 000 Einheiten bewegt, wie Terminalleiterin Müller informierte. Pro Tag werden derzeit 300 bis 400 Container verladen.

Die Besucher konnten beim Rundgang über das Gelände live erleben, wie mit den beiden Hochleistungsportalkränen gearbeitet wird. Ausgestattet sind die Kräne mit Drehzapfen und geeignet für Container mit einem Gewicht von bis zu 36 Tonnen. Diese werden von oben angehoben. Mit Greifzangen von unten in die Höhe gehoben werden Behälter mit einem Gewicht von bis zu 41 Tonnen. Die Kräne können das Transportgut bis zu zwölf Metern in die Höhe heben. Der Lademeister Edward Bockmann überwacht diesen Vorgang vom Zugwaggon auf den Sattelaufleger des Lkw oder umgekehrt. Dabei ist höchste Präzision gefragt. Mit Hilfe eines Computerausdrucks kontrolliert er das Ziel der 80 oder 40 Fuß großen Container, das Kennzeichen des Spediteurs und den Verladevorgang. Dabei steht er im ständigen Funkkontakt mit Kranführer Yussuf Halac, der seit 18 Jahren von seiner Kabine aus den Überblick über das Gelände hat. Dieser verfügt auf einem Display über die gleichen Informationen wie der Lademeister.

Der Umschlag der Container, Behälter oder Sattelanhänger wird in den Anlagen mit hohem technischen und organisatorischen Standard realisiert. Entscheidend für die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Abwicklung ist ein leistungsstarkes Betriebsleitsystem: Die beiden Mitarbeiter an der Verladestation erhalten ihre Informationen aus der mehrere 100 Meter entfernten Leitstelle.



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Artikel vom 17.04.2009 - 20.30 Uhr
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