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Geschäftsführer der Dom-Römer GmbH gibt auf

Artikel vom 09.10.2009 - 19.57 Uhr

Geschäftsführer der Dom-Römer GmbH gibt auf

Frankfurt (lhe). Bei der Restaurierung ihrer Altstadt muss sich die Mainmetropole einen neuen Projektleiter suchen. Nach Korruptionsvorwürfen hat der Geschäftsführer der Frankfurter Dom-Römer GmbH, Werner Pfaff, sein Amt aufgegeben.
Dies berichtete der Frankfurter Planungsdezernent Edwin Schwarz am Donnerstagabend in der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments.

Bei den Vorwürfen ging es um eine Zahlung von 200 000 Euro an einen Mitarbeiter der Deutschen Bank im Jahr 2005, bevor Pfaff von der Stadt angestellt wurde. In einem Schreiben an Oberbürgermeisterin Petra Roth betonte Pfaff, er habe als Geschäftsführer seiner GmbH »der ultimativen Forderung eines Bankmitarbeiters« nachgegeben. Nie sei es um einen persönlichen Vorteil gegangen.

Der Wiederaufbau der Altstadt zwischen Dom und Römer - sechs Fachwerkhäuser sollen rekonstruiert werden - gehört zu den größten städtebaulichen Projekten in Frankfurt in den kommenden Jahren. In seinem Schreiben an Roth betonte Pfaff, dass die Diskussion um seine Person »einen eklatanten Verstoß gegen den Grundsatz der Unschuldsvermutung« darstelle, da er nie »wegen einer Straftat rechtskräftig verurteilt« worden sei.

»Magistrat klärt nicht entschieden genug auf«

Im Stadtparlament verwies der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Oesterling darauf, dass die Ermittlungen gegen den Baubetreuer gegen eine Zahlung von 75 000 Euro eingestellt worden waren. Dem Magistrat warf er vor, bei der Einstellung des Geschäftsführers die Vorgänge im Jahr 2005 nicht entschieden genug aufgeklärt zu haben. Ein Geschäftsführer einer städtischen GmbH, die mit Auftragsvergabe zu tun habe, sei nicht tragbar, wenn ihm Geldzahlungen für einen Auftrag nachgewiesen wurden.

Auch die Grünen, die zusammen mit der CDU die Stadt regieren, äußerten sich kritisch. Fraktionschef Olaf Cunitz sagte, die Korruptionsbekämpfung dürfe »nicht infrage gestellt« werden. Er hielt dem Magistrat vor, dass »auch ohne die Akten der Staatsanwaltschaft« die Vorgänge im Jahr 2005 hätten aufgeklärt werden können.

Projekt könnte sich verzögern

Da die Stadt nun einen neuen Geschäftsführer suchen muss, wird mit einer Verzögerung des Gesamtprojekts gerechnet. Die Sanierung soll bis zum Jahr 2013/2014 beendet werden.

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Artikel vom 09.10.2009 - 19.57 Uhr
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