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An Verkehrsinsel kostenlos Ökostrom zapfen

Artikel vom 31.03.2009 - 12.00 Uhr

An Verkehrsinsel kostenlos Ökostrom zapfen

Frankfurt (fau/lhe). Start frei für Frankfurts erste Solar-Tankstelle: An der Hauptwache eröffneten am Montag der gemeinnützige Verein Umweltforum Rhein-Main und seine Partner eine erste Solar-Tankstelle in Hessens größter Stadt.
Ralf Lemster aus dem Stadtteil Sindlingen mit seinem fahrbaren Untersatz an der ersten Solartankstelle an der Hauptwache.	(Foto:
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Ralf Lemster aus dem Stadtteil Sindlingen mit seinem fahrbaren Untersatz an der ersten Solartankstelle an der Hauptwache. (Foto: Faust)
An der traffiQ-Verkehrsinsel können künftig nicht nur elektrisch betriebene Zweiräder und Velotaxis kostenlosen Ökostrom zapfen. Eine Solar-Anlage auf dem Dach der traffiQ-Verkehrsinsel liefert den Strom, den sich Fahrer von Elektro-Rollern, Fahrrädern mit Elektrohilfsmotor oder Steh-Rollern aus der Steckdosen-Säule zapfen können. Die Anlage produziere an einem schönen Sommertag bis zu 21 Kilowattstunden elektrische Energie. Damit könne ein »E-Scooter« über 700 Kilometer fahren, teilte das Umweltforum mit.

Überschüssiger Strom wird ins Netz der Mainova eingespeist, die sich auch an den Kosten von rund 65 000 Euro beteiligt hat. Die Solar-Tankstelle soll nach dem Willen der vielen Sponsoren auch zu einem Kommunikationsort über neue Formen individueller Mobilität in der Großstadt werden - vom »E-Scooter« bis zum »Power-Bike«.

Umweltdezernentin Manuela Rottmann hofft auf einen Ausbau des Solar-Tankstellennetzes. »Solar-Tankstellen wären eine tolle Sache für Firmen, die ihren Beschäftigten mehr als nur Auto- oder Fahrradstellplätze anbieten wollen oder für Supermärkte, die ihren Kunden während des Einkaufs den Tank füllen«, sagte sie laut Mitteilung.

»Mobilität und Klimaschutz kombinieren«

Mainova-Vorstand Constantin Alsheimer sieht in elektrisch betriebenen Fahrzeugen einen Ansatz, wie individuelle Mobilität und Klimaschutz kombiniert werden können.

Mit der Idee einer Solartankstelle für seine Velotaxis begeisterte der Velotaxi-Geschäftsführer Matthias Graf vor zwei Jahren den 1. Vorsitzenden des Umweltforums Rhein-Main, der dieses Projekt sofort auf seine Tagesordnung setzte. Als Vereinsmitglied setzt sich Graf aktiv für die Kommunikation neuer Umweltmaßnahmen ein. Seine umweltfreundlichen Velotaxis dienen somit immer mehr Firmen als Werbeplattform neuer ökologischer Maßnahmen und Projekte.

Was seit einigen Jahren in Dublin funktioniert, könnte bald auch in der Mainmetropole Realität werden: Ein kostenloser innerstädtischer Velotaxi-Pendelverkehr von den Zubringern Bahn und Bus zum gewünschten Ziel. Seit 2004 fahren die »CityCruiser« bereits bei vielen Stadtfesten und an Feiertagen kostenlos. Möglich machen dies die Werbepartner, die an diesen Tagen die Vergütung der Fahrer übernehmen. In Mannheim fahren sechs Frankfurter Velotaxis bereits seit 2007 vier Wochen im Jahr kostenlos durch die Innenstadt. Ein Energieanbieter bewirbt mit dieser Kampagne auch sein Ökostromprodukt und finanziert so diesen Service.

Erstmalig werden die Frankfurter Velotaxis auch den Hessentag im Juni in Langenselbold mit einem kostenlosen Fahrservice bereichern. Graf plant einen Einsatz von zehn bis 20 Fahrzeugen, die ankommende Gäste von den Parkplätzen zur Festmeile bringen sollen.

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