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Spaß und Lacher bei den Proben zur Komödie

Artikel vom 18.06.2009 - 11.00 Uhr

Spaß und Lacher bei den Proben zur Komödie

Echzell-Bingenheim (kai). Doris Pipp, Elma Schwab und Michael Bernert krümmen sich vor Lachen. Schwab und Bernert haben gerade die Szene 3.6 für die Komödie »Dem Himmel sei Dank« geprobt. Souffleuse Doris Pipp hat den Text schon einige Dutzend Mal gelesen, diesmal muss sie lachen. »Noch geht es, noch können wir selbst auch mal lachen«, sagen die Laien-Schauspieler des Kultur- und Carnevalvereins Bingenheim (KCB).
Erstmals führt Gabi Krieck beim KCB Regie. Sie dirigiert die Laienschauspieler, die fast täglich für ihr Stück »Dem Himmel sei D
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Erstmals führt Gabi Krieck beim KCB Regie. Sie dirigiert die Laienschauspieler, die fast täglich für ihr Stück »Dem Himmel sei Dank« proben.
Seit ein paar Tagen proben sie im Bürgerhaus, mit jedem Treffen kommen mehr Requisiten auf und hinter die Bühne. Die Schauspieler haben auch schon ihre Kostüme an. Diesmal steht Bernert als Johannes mit Trenchcoat und Kniestrümpfen auf der Bühne, die das Pfarrhaus sein soll. Er will sich von Sekretärin Heidi massieren lassen, doch er trifft stattdessen auf Heidemarie, die sich im ruhigen Pfarrhaus zum ersten Tête-a-tête mit Hans, den ihr die Partnervermittlung empfohlen hat, treffen will. Die Szene passt, die Lacher beweisen es.

Lob gibt’s auch von Gabi Krieck, die erstmals auf dem Regiestuhl agiert. Das Drehbuch mit dem Text des Schwanks in drei Akten von Bernd Gombold liegt vor ihr. »Weiter geht es auf Seite 62«, ruft sie in den Raum vor der Bühne, in dem sich etliche der elf Akteure versammelt haben. Mit dabei ist auch Niza Denkoglu, die für die Requisiten zuständig ist. »Was soll auf dem Tablett stehen, was holst du aus dem Schrank?«, fragt sie. »Ein Teller, Besteck und die Getränke kommen aufs Tablett, den Rest hole ich«, sagt Monika Stete, die die Pfarrhaushälterin Hermine spielt. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Domkapitular, der ihren Pfarrer absetzen will, abzufüllen, damit er nicht weiß, was er tut. Nach seinem Empfinden geht es in der Pfarrei drunter und drüber - und dabei sucht der Pfarrer (Holger Stete) nur nach Lösungen, wie er Geld für die Renovierung der Kirche zusammenbekommt.

An diesem Abend verfeinert Stete sein Kostüm. Möglichst echt und nach Pfarrer soll’s ausschauen: schwarze Hose, schwarzer Pulli, schwarzes Jackett. Das Collar, der weiße Kragen, muss noch her. Schnell ist die Idee geboren: ein Stück weißes Tape-Pflaster - auch das passt. »Du siehst gut aus«, lobt Regisseurin Krieck, die nun ihre Augen wieder auf die Bühne lenkt. Hier proben Haushälterin Hermine und der Domkapitular (Armin Pipp) ihre Szene. Wieder lachen die Mitspieler, als Pipp sich auf dem Stuhl am Esstisch fallen lässt und dessen Beine bedenklich wackeln. Krieck und die Akteure sind nicht ganz zufrieden. »Es zieht sich so, es dauert zu lange«, kritisiert Monika Stete ihren Part. »Bei der letzten Probe lief das besser«, meint Krieck. Sie beratschlagen, an welchem Platz Pipp am Tisch sitzen soll. »Sitzt er hinter dem Tisch, passiert mitten auf der Bühne nichts«, vermutet die Schauspielerin. Der Tisch wird noch ein wenig hin und her geschoben. »Auf dem Teller muss etwas zu essen sein«, schlägt Stete vor. Krieck ist für heute zufrieden, beim nächsten Mal wird’s besser.

»Jetzt die 3.2.« Das Liebespaar (Melanie Nolte, Kay Koburger). Der Text passt, doch Krieck ist mit dem Bühnenaufbau unzufrieden. »Der Anschlag der rechten Tür kommt auf die andere Seite.« Zwischendurch beratschlagt sie mit Elma Schwab, welche Requisiten noch herbeigeschafft werden müssen. »Zwei Sessel und eine Lampe habe ich noch zu Hause«, sagt Schwab. Sie moniert die Vorhänge am Fenster, die sie nicht schließen kann, obwohl das im Drehbuch steht. Schnell ist eine Lösung gefunden: ein Rollo.

Stück für Stück gestalten die Helfer die Bühne, die Schauspieler proben und proben, damit bis zum Freitag, 3. Juli, um 20 Uhr alles perfekt sitzt. Dann hat ihr Stück »Dem Himmel sei Dank« Premiere. Für fünf Euro können sich die Gäste anschauen, wie das Kuddelmuddel im Pfarrhaus ausgeht. Weitere Vorstellungen geben die Schauspieler am Samstag, 4. Juli, und Sonntag, 5. Juli, jeweils um 20 Uhr im Bürgerhaus.



Karten gibt es im Vorverkauf in der Bingenheimer Stube, an der Raunstraße sowie telefonisch bei Familie Müller (0 60 35/43 59) oder bei Familie Stete (0 60 35/44 52).

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Artikel vom 18.06.2009 - 11.00 Uhr
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