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Echzeller Wehrleute erhalten bei Versammlung viel Lob

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Artikel vom 16.01.2013 - 10.36 Uhr

Echzeller Wehrleute erhalten bei Versammlung viel Lob

Echzell (arc). Der Flugzeugabsturz bei Wölfersheim und der in der Straße eingebrochene Lastwagen in Bingenheim waren die auffälligsten Einsätze, von denen die Führungskräfte Michael Stoll und Thomas Diederich bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr berichteten.

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Wehrführer und Vorsitzender Michael Stoll (r.) und sein Vertreter Thomas Diederich (l.) verleihen Roger Scharf die Ehrenamtsprämie für 30 Jahre Feuerwehrdienst. (Foto: arc)
Der in Echzell stationierte Einsatzleitwagen (ELW 2) des Wetteraukreises rückt bei Großeinsätzen öfter aus, das Unglück bei Wölfersheim war 2012 der einzige Einsatz, bei dem die ELW-Besatzungen insgesamt über 24 Stunden beschäftigt waren. Abschließend sicherte Diederich den Einsatzkräften zu, dass für die Feuerwehrleute nach solchen Erfahrungen immer die Möglichkeit zu einer Nachbesprechung bestehe. Denn auch die Helfer bräuchten manchmal Hilfe, Erlebtes zu verarbeiten.

Die Einsatzberichte zeigten das breite Spektrum der Aufgabe der Feuerwehren mit rund 20 Einsätzen 2012. In diesem Zusammenhang waren Stoll und Diederich zufrieden mit der Übungs- und Fortbildungsbeteiligung ihrer 36 Aktiven. Lag die Übungsbeteiligung 2007 noch bei 14 Prozent, besuchen heute 54 Prozent der Feuerwehrleute regelmäßig die zahlreichen Übungstermine. Insgesamt besuchten die Wehrleute 16 Lehrgänge und Fortbildungen im vergangenen Jahr.

Über die Altersstruktur der Altersabteilung müsse man sich jedoch Gedanken machen, merkte Diederich an. Immerhin seien knapp über die Hälfte der Aktiven heute bereits über 40 Jahre alt, 16 Prozent sogar schon über 49. Auch wenn man in Echzell noch immer Nachwuchs aus der Jugendfeuerwehr ziehe und jedes Jahr einige Quereinsteiger zu verzeichnen seien, müsse man zukünftig über das »Kirchturmdenken« hinaus kommen, um das Problem zu lösen.

Oliver Herwig, Zugführer des Katastrophenschutzzuges, lobte die Übungsteilnahme der Katastrophenschützer. Für ihn, wie auch für die Feuerwehr Echzell, war die Jubiläumsfeier »50 Jahre Katastrophenschutz in Echzell« ein Höhepunkt im letzten Jahr.

Als Jugendfeuerwehrwartin berichtete Franziska Plöschner von den Aktivitäten ihrer rund 20 Jugendlichen. 2012 wurden insgesamt 182 Stunden Jugendarbeit geleistet, davon entfielen 83 Stunden auf feuerwehrtechnische Ausbildung. Herausragend war die Teilnahme der Jugendfeuerwehr an einem Wettbewerb der Unfallkasse Hessen. Mit ihrem Unfallverhütungsmemory-Spiel »1 + 1 = 2« (Notrufnummer der Rettungsdienste) errangen die Jugendlichen den dritten Platz.

Gemeindebrandinspektor Jan Rudel dankte den Aktiven der Einsatzabteilung für ihren Einsatz und gleichzeitig auch den jeweiligen Partnern und Familien, die ganzjährig die Feuerwehr »live und in Farbe« erlebten.

Auch Bürgermeister Dieter Müller und Vertreter der Kommunalpolitik – Hans-Hermann Stete (SPD), Dr. Jochen Degkwitz (CDU) und Gertrud Wagner-Bernardelli (Grüne) – dankten den Freiwilligen für ihren Einsatz sowie deren Angehörigen für die Unterstützung. Echzeller Bürger können im Vertrauen auf ihre Feuerwehr ruhig schlafen, lautete der einhellige Tenor.

Seit 30 Jahren sorgt Roger Scharf dafür, dass seine Nachbarn ruhig schlafen können. Für diese drei Jahrzehnte bei der Feuerwehr erhielt er die Ehrenamtsprämie des Landes.

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Artikel vom 16.01.2013 - 10.36 Uhr
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