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Späterer Unterrichtsbeginn bringt Entlastung

Artikel vom 17.06.2009 - 19.56 Uhr

Späterer Unterrichtsbeginn bringt Entlastung

Butzbach (pm). Nach den Sommerferien tritt ein neuer Fahrplan für den Schülerverkehr im Raum Butzbach in Kraft. Darüber berichtete jetzt die Verkehrsgesellschaft Oberhessen in einem Pressegespräch.
Einer der Kernpunkte des Konzepts war die Schulzeitenänderung an der Mittelpunktschule Oberer Hüttenberg in Kirch-Göns. Dadurch habe man wertvolle Kapazitäten gewonnen, die bei anderen Linien zu einer wesentlichen Entlastung geführt hätten. Die für die Schüler wichtigen Fahrten hätten sich auf vielen Linien zeitlich verschoben, aber auch Linienführungen seien verändert worden.

Rückblick: Vor einem Jahr war der Ärger groß. Kinder blieben an Haltestellen stehen und Busse waren überfüllt. Eine einfache Lösung schien nicht in Sicht: Eine Schulzeitstaffelung war für die Schulen aus unterschiedlichen Gründen nicht umsetzbar, zusätzliche Busse in größerer Zahl nicht verfügbar bzw. sehr teuer (wir berichteten)

Die VGO setzte dennoch auf Kooperation. Sie gab eine Situationsanalyse und die Entwicklung von Fahrplänen in Auftrag, rief die Schulleiter, den Schuldezernenten, das Schulverwaltungsamt, die Stadt und die HLB auf, gemeinsam eine Lösung zu suchen.

Schnell wurde deutlich: Die Organisation des Schülerverkehrs ist eine komplexe Angelegenheit. Neben der Berechnung von Fahrzeiten und der besten Ausnutzung der Buskapazitäten musste überlegt werden, wie die Schüler morgens betreut werden können, wann nachmittags Fahrten notwendig sind, wie lange Schüler maximal auf den Bus warten sollen, ob ein späterer Unterrichtsbeginn pädagogisch sinnvoll sein könnte und wie die Sicherheit an den Haltestellen und im Bus gewährleistet werden kann. Ein zehnköpfiger Arbeitskreis hat sich intensiv mit diesen Fragen befasst.

Rahmenbedingungen formuliert

Zunächst stand eine gründliche Analyse der Situation im Vordergrund, der Arbeitskreis formulierte anschließend Rahmenbedingungen, die bei der zukünftigen Fahrplangestaltung beachtet werden sollten, zum Beispiel auch eine Festlegung über die Auslastung der Stehplatzkapazitäten.

Auch wünschten sich die Grundschulen Hoch-Weisel und Rockenberg einen späteren Schulbeginn als bisher. Diesem Wunsch konnte die VGO nachkommen: Hoch-Weisel beginnt jetzt um 8.10 Uhr, Rockenberg um 8 Uhr.

Besonders erfreulich war die Bereitschaft der Mittelpunktschule Oberer Hüttenberg, ihre Anfangszeit um 20 Minuten auf 8.20 Uhr zu verschieben. Leiterin Ute Siegel sieht hierin auch Vorteile für ihre Schule: »Die Schüler haben jetzt mehr Platz in den Bussen und die Schülerbeförderung ist sicherer und zuverlässiger geworden.«

Auch Helmut Betschel-Pflügel (Schuldezernent) sieht »in der Kooperation und Transparenz gegenüber allen Beteiligten den Grundstein für den Erfolg«.



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Artikel vom 17.06.2009 - 19.56 Uhr
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