Butzbach-Kirch-Göns (bd). Seit mehreren Jahren laufen bereits die Vorbereitungen zur Außensanierung der Kirche. Das Äußere des Gotteshauses im Ortskern ist unansehnlich geworden: Der Putz bröckelt massiv, Feuchtigkeit steigt in den Wänden hoch.
Die Wände sind feucht, der Putz bröckelt: die Kirch-Gönser Kirche wird saniert. (Foto: Dörr)
Es ist das älteste erhaltene Gebäude des Dorfes und im wesentlichen noch im ursprünglichen Zustand. Das eigentlich katholische Gotteshaus wurde um 1200 im romanischen Stil errichtet und war bis zur Reformation dem heiligen Petrus geweiht. Es hat ein einfaches Kirchenschiff und einen mächtigen quadratischen Glockenturm an der Westseite mit typischem Pyramidendach.
In diesem Jahr soll nun saniert werden. Auf jeden Fall erhält die Kirche einen neuen Verputz und das Dach eine neue Schiefereindeckung. Es war in den letzten Jahren noch nicht klar, ob das Kirchendach erhalten werden könnte. Seit Dezember aber fest, dass der Schiefer nicht mehr zu halten ist. Der eingeschaltete Fachmann stellte bei seiner Überprüfung fest, dass die Überdeckung der einzelnen Schieferplatten zu gering ist. Es gebe zahlreiche Fehlstellen, und Witterung und natürliche Abnutzung hätten überdies für erhebliche Schäden gesorgt.
Der erste Bauabschnitt umfasst die Abnahme des Außenputzes im März / April. Derzeit werden bereits die Angebote für die Gerüst-, Zimmer- und Dachdeckerarbeiten eingeholt. Im Dachstuhl des Kirchenschiffs müssen einige gefaulte Holzbalken ausgetauscht werden, zudem wird die Statik des Daches durch den Einzug zusätzlicher Hölzer verbessert. Vom Dach wird nicht nur der gesamte Schiefer entfernt, auch alle Dachrinnen und Metallteile werden erneuert. Der erste Bauabschnitt soll bis zum Spätsommer abgeschlossen sein. Die Kirche bleibt dann bis zum Frühjahr 2011 ohne Putz stehen, damit das Mauerwerk komplett austrocknen kann. Älteren Kirch-Gönsern wird dieses Bild bekannt vorkommen, denn noch in den sechziger Jahren war die Kirche unverputzt.
Im Frühjahr 2011 beginnt der zweite Bauabschnitt. Er umfasst das Verputzen des Kirchenschiffs. Im Spätsommer 2011 soll die Sanierung abgeschlossen sein. Über den neuen Putz und die farbliche Gestaltung wird im Lauf dieses Jahres entschieden, wenn die Musterflächen begutachtet worden sind.