Die Jagd: Auf dem Land geachtet, in den Medien verachtet
Butzbach (bd). Sehr gut besucht und mit einem schönen Programm bestückt war am Samstag der Grüne Abend der Butzbacher Jägervereinigung im Bürgerhaus. Das Publikum ließ sich von der Wicking-Band bestens unterhalten, folgte der flotten Ansage von Moderator Lutz Herbel, und genügend Zeit für ein flottes Tänzchen fand sich auch.
Gestalten den Grünen Abend der Jägervereinigung mit: die Butzbacher Jagdhornbläser. (Foto: Dörr)
Rote Rosen für alle Damen gab’s schon im Foyer, drinnen folgten die Begrüßungsfanfare der Butzbacher Jagdhornbläser und die Begrüßung durch Jürgen Göb, den Vorsitzenden der gastgebenden Jägervereinigung.
Er wies auf die reich bestückte Tombola hin, dankte den Spendern und hieß als Ehrengäste Stadtrat Andreas Bösch, Stadträtin Sigrid Megerlin, FDP-Fraktionschef Martin Holzfuß, Forstamtsdirektor Hans Lang, Ehrenbürgermeister Karl Heinz Hofmann, Altbürgermeister Klaus Jürgen Fricke sowie die Vertreter des Landesjagdverbandes.
Die Jagd habe für den Erhalt der Natur eine herausragende Bedeutung, betonte Göb. Doch in den Medien bestimmten »düstere Bilder und negative Schlagzeilen« die Beschreibung des Waidwerks. Der Jagd setzten zudem Tier- und Naturschützer, Politiker und Verwaltungen sowie die Masse der »nicht zureichend informierten« Gesellschaft zu.
Andererseits seien die Jäger und ihr engagiertes Tun gerade im ländlichen Bereich absolut anerkannt und geachtet. Auch in der Wetterau werde der Jäger positiv gesehen, geachtet als Fachmann für Forst und Natur und als Ansprechpartner der Bevölkerung. In Butzbach und Umgebung seien die Jäger allen präsent und Bestandteil der Gesellschaft.
Nach dem nächsten Auftritt der Jagdhornbläser würdigte Stadtrat Bösch die sehr aktive Gruppe. Und Lutz Herbel, der seinem lustigen Jagdbrevier »Der Sau auf den Fersen« die eine oder andere Anekdote entnahm, kündigte als ersten Programmpunkt die Sangesfreunde Kleebachtal aus Oberkleen an. Mit ihren vier Liedern trafen die stimmgewaltigen Sänger aus dem Kleebachtal den Geschmack des aufmerksam lauschenden und dankbar applaudierenden Publikums.