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Wasserschaden legt Telefonanschlüsse in Düdelsheim lahm

Artikel vom 02.03.2010 - 21.17 Uhr

Wasserschaden legt Telefonanschlüsse in Düdelsheim lahm

Büdingen-Düdelsheim (sax). Die Kommunikation in Düselsheim ist lahm gelegt: Wegen eines Wasserschadens sind seit Samstagnachmittag bis zu 600 Telefonanschlüsse nicht mehr erreichbar. Der Schaden trat an einem Hauptkabel mit 2400 Adern zwischen Düdelsheim und Stockheim auf.
Markus Leo (l.) und Andreas Bode müssen jede einzelne der 2400 Adern des Kabels verbinden.
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Markus Leo (l.) und Andreas Bode müssen jede einzelne der 2400 Adern des Kabels verbinden.
Dass die Leitung ausgefallen ist, wurde kurioserweise durch den Versuch der Telekom, sie zu verstärken, möglich. Hierfür war das Kabel auf freiem Feld in Sichtweite des Glaubergs freigegraben worden. Ein Arbeiter holte den »Muffenkopf«, ein Gehäuse, in dem sich neben Kabelverbindern auch empfindliche elektronische Signalverstärker befinden, aus dem mit Wasser vollgelaufenen Graben. Dort blieb er nach Feierabend liegen. Offenbar hat ein unbekannter Täter ein Loch in den Deckel des Muffenkopfs geschlagen und ihn im Wasser versenkt.

Während des gestrigen Tages waren die Mitarbeiter dabei, das neue Kabel auf einer Länge von 200 Metern einzubauen. Gegen Mittag waren die ersten 20 Adern angeschlossen, im Laufe des Tages waren immer mehr Telefonanschlüsse wieder erreichbar. Mit dem Abschluss der Arbeiten wird bis heute Nachmittag gerechnet.

Dass die Reparatur nicht schneller beendet ist, begründete ein Arbeiter damit, dass sie keine Überstunden machen dürften. Eine Aussage, die André Hofmann, Telekom-Pressesprecher für die Region West bestreitet. »Ich habe erst neulich von einer Baustelle gehört, wo die Nacht durchgearbeitet wurde.« Die Reparatur sei nicht schneller möglich gewesen. Am Samstagabend hätten erste Störungsmeldungen die Telekom erreicht, beschreibt er den Ablauf, worauf das Kabel am Sonntag durchgemessen wurde. »Wenn die Pläne stimmen, kann man den Schaden bis auf einen Meter einmessen«, erklärte Markus Leo, während er die Adern verband. Am Montag sei der Graben geöffnet und das neue Kabel geliefert worden. »Ein Kabel mit dieser Länge ist nirgendwo vorrätig«, so Hofmann.

Was nach Telekom-Maßstäben eine zügige Bearbeitung ist, verärgert die Betroffenen. »Hier wäre es gut, dass die Telekom vor Ort informiert«, erwartet Ortsvorsteher Robert Preußer. Nachdem zunächst nur ein Signalton zu hören war, wenn man einen der gestörten Anschlüsse anzurufen versuchte, war im Laufe des Dienstags zumindest teilweise eine Ansage geschaltet.

»Das einzige, was geht, ist Handy und DSL über Funk«, freute sich Udo Grieshofer, dass die vermeintliche Notlösung für den Internetzugang nicht von der Störung betroffen ist. Dagegen leiden die Gewerbetreibenden erheblich unter dem Ausfall. »Die Leute beschweren sich, weil sie uns nicht erreichen können«, schilderte Preußer.



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Artikel vom 02.03.2010 - 21.17 Uhr
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