Weitläufiges und offenes Gelände für Europa-Schule geplant
Bad Vilbel (aho). Für Mittwochabend hatte der Magistrat der Stadt im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit für den Bebauungsplan »Auf der Scheer« zu einer Bürgerinformationsveranstaltung ins Kultur- und Sportforum Dortelweil eingeladen, an der 40 Personen teilnahmen. »Sie sind eingeladen, Ihre Meinungen, Vorstellungen und Wünsche einzubringen«, bat Erik Schächer, Leiter des Fachdienstes Planung und Stadtentwicklung, das Publikum um Beteiligung.
Architektin Birgit Diesing, Erik Schächer und Claus Biermann (v.l.) nehmen die Anregungen der Bürger entgegen. (Fotos: Hofmann)
Informationen gaben und Anregungen nahmen zudem die Darmstädter Architektin und Planerin der Schule, Birgit Diesing, Claus Biermann vom Fachdienst sowie der Direktor des »Campus Frankfurt« und künftige Gründungsrektor des »Campus Bad Vilbel« der Europäischen Schule, Tom Zijlstra, sowie Mathias Krieger, der Geschäftsführer der Europäischen Schule RheinMain, auf.
Es ging vor allem um baurechtliche Fragen zur Europäischen Schule. »So, wie die Pläne heute gedacht sind, werden sie nicht bleiben«, betonten Schächer und Diesing mehrfach. Das Baugebiet grenzt an das Wohngebiet Lupinenweg, das Gewerbegebiet und die Theodor-Heuss-Straße. Die Erschließung könne sowohl von der Friedberger- als auch von der Theodor-Heuss-Straße erfolgen. Von der Friedberger Straße könne man zu den Parkplätzen gelangen. Die Erschließung über die Friedberger Straße, die als K 10 eine Kreisstraße ist, müsse man noch mit dem ASV verhandeln, so Diesing.
Geplant sind zum Lupinenweg die Schulgebäude des Gymnasiums, eine Sport- und Spielwiese sowie eine Sporthalle. Insgesamt solle das rund vier Hektar große Grundstück sehr weitläufig und offen gefasst sein, um auch den Ortseingang gefällig zu gestalten, so die Planerin. Die Gebäude im westlichen Bereich könnten dreigeschossig werden, eventuell erlaube der Abfall der Fläche auch einen viergeschossigen Bau. Die Sportflächen sollen durch Bäume zu den Wohngebieten abgeschirmt sein.
Der landwirtschaftliche Weg solle erhalten bleiben, da Einschränkungen für die Landwirtschaft nicht vorgesehen seien, so Schächer. Dies sei ein wichtiges Planungsziel der Stadtverordnetenversammlung. Auf Anfrage erklärte er auch, dass derzeit vorhandene Fußwege nicht verloren gehen sollen. »Das wird eher noch ausgebaut.« Schon, um den Kindern den Schulweg zu Fuß oder per Rad zu erleichtern. Die Anbindung von Bus- und Elternhalteplätzen sind in den derzeitigen Plänen ebenfalls zu finden.
Noch für das erste Halbjahr sei die Offenlage des Plans vorgesehen, informierte Schächer. Und wenn es von den Verfahren gut laufe, könnte bereits ab 2011 die Schule eröffnet werden, hoffen Stadt und Krieger. Zwei Jahre später sollen sich eine Grundschule und ein Kindergarten auf dem Grundstück anschließen.