Bad Vilbel (aho). »Der heutige Spatenstich ist ein wichtiger Meilenstein für die musikalische Bildung in unserer Stadt«, erklärte Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr am Donnerstag anlässlich der feierlichen Baustelleneröffnung neben dem Marktplatzpavillon. Noch in diesem Jahr soll hier ein Anbau für den Fachbereich »Popmusik und Rock« der Musikschule Bad Vilbel und Karben fertig gestellt werden.
Für das Musikhaus schaufeln symbolisch (v.l.) Hans Georg Mockel, Gebhard Ohnesorge, Juliane Zollmann-Lang, Dr. Thomas Stöhr, Thomas M. Reimann von der Firma K.L. Schmidt sowie Architekt Bernd Wagner. (Foto: Hofmann)
Damit bekämen die »Rocker« der Einrichtung endlich eine »feste Heimat«, so der Bürgermeister.
Gekommen waren unter anderem Mitglieder des Magistrats, der Stadtverordnetenversammlung, Ehrenbürgermeister Günther Biwer, Gebhard Ohnesorge, Vorsitzender des Fördervereins der Musikschule, der Vorsitzende des Trägervereins der Musikschule, Hans Georg Mockel, und Bauamtsleiter Erik Schächer.
Wie Stöhr berichtete, musste die Percussion-Gruppe zunächst in einem mittlerweile abgerissenen Pavillon am Georg-Büchner-Gymnasium proben, bevor die Gruppe dann in der ehemaligen Sparkasse in der Frankfurter Straße 136 und danach bis heute im Kurmittelhaus, ein vorübergehendes Domizil gefunden hatte. »Diese Notlösung wird mit dem Neubau ein Ende haben«, versprach der Bürgermeister.
»17 Jahre haben wir auf diese Räume gewartet«, freute sich Juliane Zollmann-Lang, Leiterin der Musikschule. Sie zeigte sich vom Ort des neuen Musikhauses begeistert: »Nicht weit von der Alten Mühle, in der die Musikschule residiert.«
»Dass es den Fachbereich ›Percussion‹ überhaupt gibt, ist der Hilfe der Stadt zu verdanken«, lobte Zollmann-Lang, die insbesondere die Offenheit von Schächer hervorhob, der die Suche nach geeigneten Räumen immer unterstützt habe. »Allerdings haben wir noch keinen richtigen Namen für das neue Haus«, erklärte die Musikschulchefin. Hierfür werde man einen Wettbewerb ausschreiben.
Bisher habe sich die Musikschule auf eine weitreichende finanzielle Förderung der Stadt verlassen können. Dies solle auch in Zukunft weiter mit knapp 400 000 Euro pro Jahr der Fall sein, sagte Stöhr. Der Großteil der Mittel für das Musikhaus sei jedoch nicht aus dem städtischen Haushalt, sondern aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Landes zugesagt worden. Die Baukosten veranschlagte der Bürgermeister auf rund 275 000 Euro. Einen besonderen Dank sprach er dahingehend dem Förderverein der Musikschule aus, der rund 64 000 Euro für den Innenausbau des Musikhauses zur Verfügung stelle. Hierzu gehören auch Anforderungen wie Schallschutz und Akustik.
Das Musikhaus wird drei Räume haben, die den 281 Schülerinnen und Schülern des Fachbereichs zum Üben zur Verfügung stehen werden. »Hier werden E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Percussion und Pop-Gesang geprobt«, sagte Zollmann-Lang.