Bad Vilbel (pm). Die zweite Veranstaltung der Reihe »Kultur um halb 8« des Musikzweiges des Georg-Büchner-Gymnasiums (GBG) brachte ein hohes Niveau zutage. Im überfüllten Musentempel war von einem afrikanischen Begrüßungslied über den Csardas von Vittorio Monti bis zum E-Gitarren-Duett eine abwechslungsreiche Bandbreite unterschiedlicher Musikstile zu hören.
Der Grundkurs Musik der Klasse 12 agierte als Chor und begrüßte das Publikum mit einem afrikanischen Lied. Musiklehrerin Nadine Maurer und Schülerin Merih Öznur Turgut hießen die Zuschauer willkommen, stimmten auf das Konzert ein und führten durch das Programm. Der Csardas von Vittorio Monti stand als nächstes auf dem Programm. Wer das Stück kennt, weiß, dass es mit musikalischen Raffinessen gespickt ist und den Violinspieler erheblich fordert.
Als dann Musiklehrer Jörg Protmann am Klavier Platz nahm und Fanny Bunn mit ihren elf Jahren gelassen und ungeniert vor das Publikum trat, konnte man gespannt sein. Der Einleitung, komplett auf der unteren G-Saite bis in hohe Lagen gespielt, folgte der schnelle Mittelteil im typischer Czardas-Zigeunermusik-Manier mit geworfenem Bogen und schnellen Sechzehntel.
A-cappella-Musik kam als nächstes: Zu viert stimmten die jungen Damen von »Delicappella« (aus den Klassen 11 und 13) die Lieder »Amazing Grace«, »Lucky Day« und »Sealed with a Kiss« an. Schließlich wurde im jugendlichen Jargon »My God« aus dem Film »Sister Act« zu »My Guy« umfunktioniert; unterstützt von Klavier und Cachon (Percussion) durfte dabei auch der berühmte »Cold-Schoulder-Shake« am Ende nicht fehlen.
Die »Folklore-Gruppe ohne Namen« hatte mit drei Geigen, Klarinette, Akkordeon, zwei Gitarren und einem Cello wieder eine ganz andere musikalische Färbung. Sie spielten drei sehr unterschiedliche Stücke.
Als nachbarschaftlicher Gast der John-F.-Kennedy-Schule sang Vanessa Zieres »Take a Bow« und begleitete sich selbst dabei am Klavier.
»Die Bauers« nannte sich eine spontan zusammengesetzte Formation. Jonas Bauer, Piano und Gesang, scharte drei Sängerinnen und zwei Percussionisten um sich, um Michael Jacksons »Man in the Mirror« im mehrstimmigen Satz wiederzugeben.
Das Finale bestritt das Ensemble »A 4«: »Zwei Gitarren sind laut, wir sind aber lauter«, wurde die Gruppe anmoderiert. Dass das mit sechs Geigen, Schlagzeug und Bläsern funktioniert, wurde unter Beweis gestellt. Es erklangen »Can’t buy me Love« und »Fun House«. Ein Konzert, das die Zuhörer beeindruckte.