Halbzeit bei den Burgfestspielen: Zufrieden mit Kartenverkauf und Besucherzahlen
Bad Vilbel (koe). Sehr zufrieden mit der bisherigen Laufzeit der Burgfestspiele zeigten sich Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr, Intendant Claus-Günther Kunzmann und Pressesprecherin Ruth Schröfel zur Halbzeit. Mit dem Kartenverkauf liege man im Bereich des Vorjahres. Besonders gut kommen nach Angaben der Verantwortlichen die Eigenproduktionen an. »Das sind unsere Herzstücke«, betonte Kunzmann. Besucher seien auch vom Ambiente und der Burg insgesamt angetan gewesen, meinte Stöhr.
Die Schauspieler der »Kalender Boys« haben tatsächlich einen Kalender gemacht.
Somit gehe das Konzept bisher auf. Die Mischung aus Musical, Schauspiel und einem klassischen Stück komme an. Die meisten Karten wurden bislang für »Don Camillo und Peppone« sowie »My Fair Lady« verkauft. Absolute Zahlen wollte Kunzmann noch nicht nennen. »Abgerechnet wird am Ende«, sagte er. Selbst die Resonanz auf das klassische Stück (»Die Räuber«) habe ihn überrascht. Die Nachfrage sei höher als erwartet gewesen. Einige Turbulenzen habe es in der Spielzeit aber gegeben: Einige Schauspieler sind krankheitsbedingt ausgefallen, sogar die Regie habe in einem Fall umbesetzt werden müssen. »Wir haben jeweils so schnell Ersatz gefunden, dass die Zuschauer die Änderungen gar nicht bemerkt haben«, meinte Kunzmann.
Das Wetter sei bis auf die ersten zehn Tage auch sehr förderlich für die Festspiele gewesen. Auch die Fußball-WM hat die Besucherzahlen nicht wesentlich beeinflusst. Die Termine seien bei der Terminplanung der Stücke berücksichtigt worden, sodass es kaum Überschneidungen gab.
Lediglich das Kindertheater verzeichne weniger Besucher als im vergangenen Jahr. Kunzmann denkt daher bereits über strukturelle Neuerungen oder eine Veränderung im Ensemble nach. »Vielleicht muss man neue Sehgewohnheiten berücksichtigen«, sagte er.
Den Eigenproduktionen eilt ihr Ruf voraus. In diesem Jahr gibt das Ensemble so viele Gastspiele wie noch nie. Zehn Abstecher unter anderem nach Dreieichenhain, Neuwied, ins Kloster Maulbronn und andere Orte gibt es insgesamt. »Die dortigen Verantwortlichen wissen, was sie an uns haben und fragen gezielt an«, so Stöhr.
Doch nicht nur mit den Eigenproduktionen können die Burgfestspiele punkten. Sehr gut käme bei Besuchern auch die Burg an sich an. Zentrale Lage, Nähe zur Innenstadt und der neue Palas würden von Gästen immer wieder bestaunt. »Der Palas ist kurz nach Einlass immer voll«, sagte Kunzmann. Für die Sanierung und Instandhaltung der Burg investiert die Stadt jährlich einen sechsstelligen Betrag: »Ohne die Burgfestspiele wären diese Investitionen nicht zu rechtfertigen«, meinte Stöhr. Denn nicht nur sichtbare Dinge wurden angeschafft: So gibt es seit 2009 Schirme auf dem Palas, in diesem Jahr wurde der Boden neu gemacht und die Verkaufstheke auf dem Palas erneuert. »Jetzt ist es ein moderner grauer Kiosk, der sich in das Gesamtbild einpasst«, so der Bürgermeister. Hinzu kommen Investitionen in die Sicherheit. So gibt es beispielsweise eine neue Notstromversorgung, die Licht und Elektrik zu jeder Zeit gewährleistet.