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»Kunstvolle« Trinkkuranlage mit neuem Verein

Artikel vom 06.02.2010 - 02.00 Uhr

»Kunstvolle« Trinkkuranlage mit neuem Verein

Bad Nauheim (ihm). Ein neuer Verein wird sich um die Ausstellungen in der Galerie der Trinkkuranlage kümmern. »kunstvoll« lautet der Name des Klubs, der am Montag, 22. Februar, um 19 Uhr im alten Rathaus gegründet wird.
Ab 2011 wird der Verein »kunstvoll« die Kulturarbeit in der Galerie der Trinkkuranlage auf die Beine stellen. 	(Foto: ihm)
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Ab 2011 wird der Verein »kunstvoll« die Kulturarbeit in der Galerie der Trinkkuranlage auf die Beine stellen. (Foto: ihm)
Am Donnerstagabend stellten Johannes Lenz (städtischer Kulturfachbereichsleiter) und Gruppen-Sprecher Klaus Ritt das Konzept im Ausschuss für Sport und Kultur vor. Geplant ist ein hochwertiges Angebot, das den Ruf von Bad Nauheim als Kulturstadt fördern soll. Das Engagement der Bürger ist erwünscht. Der Ausschuss befürwortete das Projekt.

Nach Abschluss der Arbeiten in der Trinkkuranlage wird vorerst der Fachbereich für die Kunstofferten verantwortlich zeichnen. Ab 2011 ändert sich das. Lenz: »Der Verein wird mit einem Jahresbudget von 30 000 Euro ausgestattet. Mit 42 000 Euro übernimmt die Stadt zudem Miete und Nebenkosten, die an den Kurbetrieb zu entrichten sind.« Das Stadtparlament habe zugestimmt. Die Einrichtung wird von der Verwaltung gekauft, dem Verein soll das exklusive ganzjährige »Bespielungsrecht« zugestanden werden.

Fünf Ausstellungen sind pro anno geplant. Eine Plattform für Hobbykünstler ist nicht das Ziel, sondern ein qualitativ hochwertiges Profil. Grund: Außenwirkung soll erzielt werden, um Besucher nach Bad Nauheim zu locken. »Wir machen ganzjährig ein schlüssiges Programm aus Literatur, Kunst und Musik«, erklärte Ritt. Die Situation sei völlig anders als bei der Gründung eines üblichen Vereins. Mit seiner ehrenamtlichen Arbeit werde der Verein einen Part städtischer Kulturarbeit übernehmen. Die Bedürfnisse der Stadt würden reflektiert, gleichwohl entscheide »kunstvoll« eigenständig. Eine Vergabe nach Gusto und ohne Konzept dürfe nicht sein. »Es geht nicht, wenn jemand kommt und sagt ›Der Karl muss mit seiner Ausstellung da rein‹«, sagte Ritt mit einem Augenzwinkern. Anders verhalte es sich, wenn der Künstler mit der Kuratoriumsgruppe rechtzeitig bespricht, wie er sich einbringen will. Nicht vorgesehen sei das Belegen der Räume für Privatveranstaltungen.

Der Punkt »exklusive Bespielung« bereitete einigen Stadtverordneten Bauchschmerzen. »Es ist ein Filetgebäude. Es kann nicht sein, dass es dem Verein gerade nicht passt, wenn die Stadt eine Veranstaltung machen will«, meinte Kerstin Best (CDU). Nach Ansicht von Bürgermeister Bernd Witzel muss der Stadt eine Veranstaltung pro Jahr vorbehalten bleiben. Das Gremium schloss sich dieser Auffassung an. Best thematisierte zudem die finanzielle Ausstattung. Wie sie zu bedenken gab, bekämen andere Vereine nicht so viel Geld. Lenz entgegnete: »Hier wird ehrenamtliches Engagement angefordert zum Wohle der Stadt.« Öffentliche Aufgaben würden an Freiwillige übertragen. »Das ist etwas anderes als beispielsweise im Gesang- oder Sportverein, wo die Mitglieder etwas für sich tun.«

Erster Stadtrat Armin Häuser schlug vor, einen Vertreter der Stadt ins Kuratorium zu entsenden. Ritt entgegnete, das sei nicht verhandelbar. Gehe es um Kunst und Qualität, störe die Politik. Etwa 30 Bürger sind mit von der Partie. Es gibt die Möglichkeit, ordentliches Mitglied (keine Beiträge, aber Mitarbeit) und Fördermitglied zu werden.

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Artikel vom 06.02.2010 - 02.00 Uhr
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Leserkommentare
(08.02.2010 13:36)
Haraldinho
Oben stehender Kommentar
Dieser Kommentar der über diesem steht ist nicht im Sinne der Hiesbach,deshalb distanzieren wir uns von diesem Kommentar. Es geht nicht allein um die Hiesbach sondern um das Sportheim und ein Stück Altstadt.

Im Auftrag des Vorstandes der Hiebach Karnevalisten e.V.
Harald W. Ströhle
II. Vorsitzender
(07.02.2010 04:28)
bla
Hier ist das Geld geblieben,
dass für die Hiesbach fehlt!
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