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Bauprojekte: Alarmglocken schrillen noch nicht

Artikel vom 10.02.2010 - 13.00 Uhr

Bauprojekte: Alarmglocken schrillen noch nicht

Bad Nauheim (bk). Der harte Winter sorgt nicht nur bei Berufspendlern für Verspätungen, auch auf den Baustellen geraten Terminpläne ins Wanken. In Bad Nauheim machen sich die Verantwortlichen vor allem Gedanken in Sachen Trinkkuranlagen-Sanierung, Bahnhofsumbau, Errichtung des Facharzt- und Servicezentrums (FSZ) und Landesgartenschau (LGS). »Der lange Winter tut uns richtig weh, aber die Alarmglocken schrillen noch nicht. Wir hoffen auf milderes Wetter«, sagte Bürgermeister Bernd Witzel im Gespräch mit der WZ.
Baustelle ohne Arbeiter: Der Termin für die Fertigstellung des Facharzt- und Servicezentrums rückt etwas nach hinten.
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Baustelle ohne Arbeiter: Der Termin für die Fertigstellung des Facharzt- und Servicezentrums rückt etwas nach hinten.
Am ehesten bemerkbar machen sich die frostigen Wochen hinter dem Hochwaldkrankenhaus, wo das Gebäude des Facharztzentrums eigentlich jeden Tag ein kleines Stück wachsen soll. Dort ruhte die Arbeit zuletzt weitgehend. Wolfgang Potinius, Geschäftsführer des Gesundheitszentrums Wetterau (GZW), hat deshalb den Termin der Fertigstellung etwas nach hinten gerückt - auf Ende Oktober.

Das FSZ bereitet dem Bürgermeister die geringsten Sorgen. Für die Planungen der Stadt spiele es keine große Rolle, ob das Zentrum einige Wochen später eröffnet wird. »Weil dort bislang ausschließlich im Freien gearbeitet werden muss, ist die Baustelle in einen Winterschlaf verfallen«, erklärte Witzel. Von Arbeiten, die »nur eingeschränkt möglich sind«, spricht GZW-Geschäftsführer Potinius: »Manches kann man trotz der Kälte machen, beispielsweise Vorbereitungen für die Verschalung.« Ein großes Lob zollte er den Planern und dem Projektsteuerer, die eventuelle Witterungsauswirkungen bereits einkalkuliert hätten.

Wegen der unerwartet langen Frostperiode - laut Potinius dauert der Winter jetzt bereits etliche Tage länger als der gesamte Winter in Deutschland im Durchschnitt - verschiebe sich der Tag der Fertigstellung allerdings nach hinten, womit im »internen Zeitplan« durchaus gerechnet worden sei. Vorgesehen ist jetzt eine Einweihung Ende Oktober. Trotz der längeren Frostperiode sei bei dem fast 17 Millionen Euro teuren Projekt (hinzu kommen etwa 4 Millionen für die Interdisziplinäre Notaufnahme der Klinik), für das Ende August der erste Spatenstich erfolgte, nicht mit Mehrkosten zu rechnen.

Auf Wandelgang wird verzichtet

Als »kritisch, aber nicht hoffnungslos« bezeichnete Bürgermeister Witzel die Situation in der Trinkkuranlage. Nach den Vorstellungen der Stadt sollen Renovierung und Umbau bis zum Beginn der Landesgartenschau Ende April weitgehend abgeschlossen sein. Daran hält der Rathauschef weiterhin fest. Derzeit seien im Jugendstil-Ensemble sechs Firmen gleichzeitig aktiv. Die Hülle des Foyer-Vorbaus stehe, dort werde viel mit Glaselementen gearbeitet, die noch fehlen. »Unabhängig von der Witterung kann im Innern der Trinkkuranlage gearbeitet werden«, sagte Witzel.

Irgendwann müssen allerdings die Konzertmuschel, das vorgelagerte Becken und andere im Freien gelegene Teilbereiche in Angriff genommen werden. Bis auf die Gastronomie soll bis zum LGS-Start alles hergerichtet sein. Für das Restaurant im Westflügel gibt es übrigens immer noch keinen Pächter. Witzel: »Es gibt drei ernsthafte Interessenten, aber die Verhandlungen, bei denen es in erster Linie ums Geld geht, erweisen sich als schwierig.« Apropos Geld: Nach Angaben des Bürgermeisters soll der Kostenrahmen, der inzwischen bei etwa 6,5 Millionen Euro liegt, nicht gesprengt werden. »Um zu sparen, verzichten wir auf den Plan, die Glasfront des Ostflügels zu entfernen. Eigentlich sollte dort wieder ein Wandelgang entstehen, das muss auf später verschoben werden«, betonte der Rathauschef. Grund: Entferne man die Verglasung, müsse im Innern der Bodenbelag erneuert werden, was viel Geld koste.



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Artikel vom 10.02.2010 - 13.00 Uhr
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