Bad Nauheim/Friedberg (emh). Eine Vorstellung seiner Erfolgs-Komödie »Drei Mal Leben« hatte das Theater Alte Feuerwache (TAF) anlässlich seines 20-jährigen Bestehens im Vorjahr dem Friedberger Hallenbadverein versprochen.
»Damit will die Bad Nauheimer Theaterinitiative«, so deren
Vorstandsvorsitzender und Mitspieler Alexander Wicker, »die
Theatermacher aus der Nachbarstadt konkret und im Rahmen ihrer
Möglichkeiten unterstützen.« Seine originelle Spendenzusage löste das
TAF nun mit einer bis auf den letzten Platz ausverkauften
Benefizveranstaltung im Badehaus 2 mit viel Spiellaune ein.. Zu der Sonder-Vorstellung begrüßte Ulrich Lang als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft der Freunde Theater Altes Hallenbad Friedberg/Wetterau die erwartungsfrohen Freunde des Jugendstil-Hallenbades, und äußerte sich erfreut darüber, »dass Sie hierher gekommen sind und unser gemeinsames Ziel durch Ihren Beitrag zu dieser Benefizveranstaltung unterstützen.« Er bedankte sich beim Hausherrn, dem TAF, für die großzügige Spende einer ganzen Aufführung und außerdem bei der Gourmet Werkstatt Rhein-Main Wetterau, dem Geschäftsführer Wolfgang Pontius, für das Sponsoring des sich an die Vorstellung anschließenden Buffets. Die Gaumenfreude wurde von Küchenchef Wolfgang Schäfer kreiert. Für die Getränke sorgte der Förderverein des TAF unter bewährter Leitung von Jürgen und Kirstin Heller, die zu den jeweiligen Veranstaltungen das »TAFé« betreiben.
Lang bat die Gäste, auch künftig für die Sanierung des Jugendstil-Hallenbades zu werben, »zum Beispiel dadurch, dass Sie die ausgelegten Spenden-Flyer mitnehmen und weitergeben. Jedes neue Mitglied und jede Spende sind uns willkommen.« Er kündigte an, dass die Hallenbad-Gesellschaft neben ersten Sanierungsschritten in nächster Zeit weitere kulturelle Veranstaltungen anbieten werde. Als Nächstes sei ein Kammerkonzert am 19. März im Großen Saal der Musikschule Friedberg mit Musikern des Sinfonieorchesters des Hessischen Rundfunks vorgesehen.
In den Beifall zu seinem Schlusswort, »es ist sehr motivierend, zu erleben, wie wir von vielen Seiten unterstützt werden, wir haben uns zu einer breiten Bürgerinitiative entwickelt« startete die hintergründige Komödie der Französin Yasmina Reza über zwei Paare, die sich eigentlich nichts mehr zu sagen haben (die WZ beichtete ausführlich über die Premiere). Das Wort »Wenn Zwei sich streiten, freut sich der Dritte«, erfuhr eine dramatische Steigerung. Denn wenn Vier sich so gekonnt und subtil »fetzen«, wie Susanne Fey, Valerie Nicolas, Stefan Wendt und Alexander Wicker, der auch Regie führt, dann freut sich der ganze Saal. Lebhafter und anhaltender Beifall für ein Stück, das auch beim anschließenden Gedankenaustausch für viel Gesprächsstoff sorgte.
An diesem Nachmittag war auch zu erfahren, dass alle weiteren geplanten Vorstellungen von »Drei Mal Leben« bereits ausverkauft sind. Alexander Wicker verriet: »Wir werden mit ziemlicher Sicherheit zusätzliche Termine freischaufeln.« Wann, ist in Kürze von dem mit dem Hessischen Kulturpreis ausgezeichneten Theater rechtzeitig zu erfahren.