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Rekordpreise: Manche reagieren mit Verzicht

Artikel vom 23.02.2012 - 11.19 Uhr

Rekordpreise: Manche reagieren mit Verzicht

Bad Nauheim/Friedberg (ihm). Schockschwerenot – das ist kein Schnäppchen. Die Spritpreise sind in astronomische Höhen geklettert. Wie kann man sparen? Die WZ fragte Bürger, wie sie mit den Rekordpreisen umgehen. Weniger fahren, günstige Tankstellen suchen – so der Tenor. Bloß wo? Einige Gesprächspartner gaben »heiße Tipps«, andere warnten: Umwegelohnen sich nicht.

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Vorbeifahren bringt auf die Dauer nichts: Wer das Auto braucht, muss iegendwann tanken. (Fotos: ihm)
»Es lässt uns nicht kalt«, sagt ein Ehepaar, das durch Bad Nauheim spaziert, zum Thema Benzinpreis. Der Mann fährt normalerweise Dienstwagen, den Preisdruck spürt er weniger. »Die Tankstellen sind sich untereinander einig«, meint er. Es lohne sich nicht, in Frankfurt nach einer günstigen Tankmöglichkeit zu suchen: Letztlich fahre man dadurch mehr Kilometer und spare nichts. Seine Frau indes nimmt den Privat-Pkw. »Ich schaue, wo es am günstigsten ist«, sagt sie. Das sind ihrer Einschätzung nach in Bad Nauheim »Jet« (Eleonorenring) und in Friedberg »HEM« (Frankfurter Straße).

Entspannter sieht die Sache Michael Spitzlei aus Bad Nauheim. »Ich tanke, wenn ich tanken muss«, meint er. Er versuche nicht, eine günstigere Zapfsäule zu finden. Auch auf den Wochentag achte er nicht, schaue nicht auf die Preise. Aufwand und Zeitverlust wegen einem oder zwei Euro seien zu hoch. Er bemüht sich allerdings, öfter aufs Auto zu verzichten: »Mal zu Fuß gehen oder mit dem Zug nach Frankfurt fahren.«

Hans-Dieter Weimar (Nieder-Mörlen) tankt, wo es im näheren Umfeld am günstigsten ist: »Das ist in Ober-Mörlen.« Es kenne dort zwei Tankstellen, beide seien preislich etwa gleich. »Dort ist es immer zwei, drei Cent billiger als bei ›Jet» in Bad Nauheim.« Seine Tochter wohnt in Ober-Mörlen, er ist ohnedies öfter dort.

Vogelsberg-Tour gestrichen

Helga Olenik (Bad Nauheim) und ihr Mann setzen darauf, weniger Freizeitfahrten zu unternehmen. »So wie früher zweimal die Woche zum Skilaufen in den Vogelsberg – das machen wir nicht mehr.« Wenn die Möglichkeit besteht, wartet das Paar mit dem Tanken, bis die Preise etwas runtergehen. Bevorzugte Tankstellen sind in Bad Nauheim »Jet« oder schräg gegenüber »Avia« (Frankfurter Straße 19). »Die sind meistens am günstigsten.«

Katrin Komac ist auf der Kaiserstraße unterwegs. Wegen der erhöhten Benzinpreise regt sie sich nicht auf. »Ich tanke, wenn es nötig ist«, sagt sie. Ein günstiges Angebot suche sie nicht extra. In Ober-Mörlen, wo sie wohnt, koste der Kraftstoff vielleicht zwei bis drei Euro weniger pro Füllung. »Aber dort sind auch Warteschlangen. Ich stelle mich nicht extra an. Wenn viel los ist, fahre ich weiter.«



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Artikel vom 23.02.2012 - 11.19 Uhr
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