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Pfarrer Hans-Joachim Wahl verabschiedet sich

Artikel vom 09.08.2011 - 19.38 Uhr

Pfarrer Hans-Joachim Wahl verabschiedet sich

Bad Nauheim (cor). »Heute ist mein letzter Sonntag in dieser Gemeinde«: Mit diesen Worten begann Dekan Pfarrer Hans-Joachim Wahl seinen Gottesdienst in der katholischen St.-Bonifatius-Kirche. Noch gut erinnere er sich an den Tag vor zehn Jahren, als er das erste Mal vor die Bad Nauheimer Gemeinde getreten war. Der Pfarrer wechselt zur St.-Bonifatius-Gemeinde in Gießen.

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Generalvikar Dietmar Giebelmann (2. von links) und Pfarrer Hans-Joachim Wahl (3. von links) verlassen nach dem Abschiedsgottesdienst gemeinsam die katholische Kirche. Dem offiziellen Teil folgt ein Grillfest mit der Gemeinde (rechts). (Fotos: cor)
Der Generalvikar des Bistums Mainz, Prälat Dietmar Giebelmann, entpflichtete Wahl am Sonntag offiziell als Dekan des Dekanats Wetterau-West – diese Funktion hatte er sieben Jahre lang inne – sowie als Leiter der Pfarrgruppe Bad Nauheim und Liebfrauen Schwalheim. Außerdem wurde der stellvertretende Dekan Pfarrer Thomas Korfmann nach seiner dritten Amtszeit verabschiedet. Den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes gestaltete der Kirchenchor St. Bonifatius.

»Jeder Abschied beinhaltet ein bisschen Wehmut«, sagte Generalvikar Giebelmann in seiner Predigt. Sicherlich werde Pfarrer Wahl seine Erfahrungen aus Bad Nauheim in Gießen einbringen können. »Die Kirche ist dort, wo die Menschen sind«, so Giebelmann weiter. »Es gibt keinen Menschen, der Gott nicht wichtig ist.« Auch Wahl habe die missionarische Kraft in der Gemeinde umgesetzt, sich mit den Fragen der Menschen auseinandergesetzt und vertraut gemacht.

Zum Abschied sprachen diverse Kirchenvertreter sowie ein Repräsentant des Pfarrgemeinderats Grußworte. Der Vorsitzende des Dekanatsrats Wetterau-West, Hans-Josef Henn, übergab rote Rosen. Der Pfarrgemeinderat St. Bonifatius entließ den scheidenden Pfarrer nicht ohne Bad Nauheimer Heilwasser aus dem Ludwigsbrunnen und der Schwalheimer Löwenquelle. Auch ein »Oscar« zählte zu den zahlreichen Geschenken. »Normalerweise verabschiedet der Pfarrer den Kaplan«, meinte Kaplan Michael Tomaszewski. Er dankte Wahl für dessen Vertrauen und Offenheit. Gemeinsam habe man viel gelacht und gearbeitet. Für die Stadt Bad Nauheim übernahm Parlamentschef Prof. Friedrich-Karl Feyerabend das Grußwort. Ein Wechsel habe auch immer etwas Wertvolles und Erfrischendes, erklärte er.

»Für mich gehen zehn wertvolle Jahre in Bad Nauheim zu Ende«, betonte Wahl. »Ich war mit Leib und Seele Ihr Pfarrer, und ich habe allen Grund zu danken. Im Ganzen habe ich in St. Bonifatius und Liebfrauen viel Vertrauen, freundliche Zuwendung und Unterstützung erfahren, nicht zuletzt auch im fürbittenden Gebet so vieler Menschen. Ohne das hätte ich meinen Dienst auch nicht ordentlich versehen können.«

Wahl ist bereits als 25 Jahren als Priester tätig. Er wurde nach dem Studium der Theologie in Mainz und Barcelona 1985 von Bischof Karl Lehmann geweiht. Nach fünf Jahren als Kaplan in Bingen am Rhein und in Dreieich-Sprendlingen wurde Wahl 1990 zum Militärpfarrer ernannt. Es folgten mehrere Jahre als Militärgeistlicher im Ausland, wo er die stationierten Soldaten und ihre Angehörigen betreute. Nach Beendigung seiner Dienstzeit als Militärpfarrer kehrte der Seelsorger in den Dienst der Diözese Mainz zurück. »Wenn ich jetzt meinen Weg in Gießen fortsetze, darf ich Ihnen versichern, dass ich Sie, meine Gemeinde der letzten zehn Jahre, nicht vergesse«, sagte Wahl. »Bad Nauheim hat meinem Herzen und meiner Seele gut getan.« Bei einem gemütlichen Grillabend hatten Korfmann und Wahl Zeit für persönliche Gespräche mit den Gemeindemitgliedern.



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Artikel vom 09.08.2011 - 19.38 Uhr
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