Bad Nauheim (pm/bk). »Xynthia« war einer der schwersten Stürme der letzten Jahre und hat am Wochenende in ganz Europa teilweise verheerende Schäden angerichtet. Auf »Nummer sicher« gehen auch die Verantwortlichen des Gesundheitszentrums Wetterau (GZW): Sie lassen derzeit die Standfestigkeit des Krans an der Baustelle des Facharzt- und Servicezentrums (FSZ) hinter dem Hochwaldkrankenhaus untersuchen.
Nach dem Sturm wird derzeit die Standfestigkeit des Baukrans (links) untersucht, der hinter dem Hochwaldkrankenhaus steht. (Foto: WZ-Archiv)
Der Baukran wurde nach Angaben von GZW-Geschäftsführer Wolfgang Potinius am Montag sofort überprüft, um sicherzustellen, dass das Gerät durch den heftigen Sturm keinen Schaden genommen hat. Ein Gutachter habe nach der Überprüfung eine Beschädigung ausgeschlossen und die Standsicherheit des Krans attestiert. Der zweite Gutachter könne die Baustelle erst am heutigen Mittwoch besuchen und habe grundsätzlich zur Vorsicht geraten. Seine Beurteilung soll spätestens am Donnerstag vorliegen.
»Der Ansatz eines Zweifels ist für uns schon zu viel, denn wir sind auf hundertprozentige Sicherheit aller Beteiligten, der Bauarbeiter wie sämtlicher Nutzer des Geländes, bedacht«, betonte Potinius. Man habe sich daher nach reiflicher Überlegung entschlossen, sicherheitshalber für zwei Tage die Theodora-Krankenpflegeschule sowie die Kita am Hochwald zu schließen. »Wir wollen auf jeden Fall die zweite Gutachter-Meinung abwarten«, erklärte der GZW-Geschäftsführer.
Gestern Nachmittag wurden die Eltern der Kita-Kinder von der vorübergehenden Verteilung ihrer Kinder auf die anderen Bad Nauheimer Tagesstätten unterrichtet, die Schülerinnen und Schüler der Krankenpflegeschule wurden für zwei Tage beurlaubt. Potinius: »Der Bau unseres Facharzt- und Servicezentrums laut nach Plan und bisher glücklicherweise unfallfrei. Wir wollen, dass das so bleibt, und sind deshalb gerne übervorsichtig.« Angesichts der Position des Krans sei eine Räumung des Krankenhauses erfreulicherweise nicht notwendig. Potinius ist optimistisch, dass Krankenpflegeschule und Kita am Freitag ihren gewohnten Betrieb wieder aufnehmen können.