Sie sind hier: Startseite » Lokales » Städte und Gemeinden » Bad Nauheim »

Mit Hochdruck zur Glanz-Karosse

  Anzeige

Artikel vom 11.01.2017 - 18.00 Uhr

Mit Hochdruck zur Glanz-Karosse

Keine Schikane sind für Börstler die Umweltvorschriften für einen Autowaschplatz, egal ob Anlage oder Straße. Denn für jede Reinigung werden 400 Liter Wasser benötigt, je nach den Wünschen des Kunden auch etwas mehr. Also wird das Wasser in vier großen Becken unter dem Betriebsgelände gereinigt und anschließend biologisch geklärt. Dann ist es wieder sauber genug für die nächste Autowäsche. Hinzu kommen pro Waschgang rund 60 Liter Frischwasser, da zum einen auch mit dem gereinigten Wasser nicht beliebig lang gearbeitet werden kann und zum anderen jedes Auto einige Liter mitnimmt. 70 000 Liter Wasser sind laut dem Betriebsleiter bei einer solchen mittelgroßen Anlage im unterirdischen Kreislauf. Eine maschinelle Autowäsche koste kaum mehr Wasser als eine Ladung Wäsche in der heimischen Waschmaschine. Und weniger als die Wäsche mit Schlauch und Eimer im heimischen Hof (sofern die überhaupt erlaubt ist).

Im Rathaus nachfragen

Das Auto auf dem eigenen Grundstück zu waschen, kann nicht nur in Arbeit ausarten, sondern auch (Buß-)Geld kosten. Denn es gibt ein bundesweites Wasserhaushaltsgesetz, laut dem beim Autowaschen im Freien eine Verschmutzung des Grundwassers ausgeschlossen oder zumindest unwahrscheinlich sein muss. Durchweg verboten ist das Waschen mit Hilfe von chemischen Reinigungsmitteln auf unbefestigtem Boden, wo das verunreinigte Wasser einfach im Boden versickern würde. Asphaltierte oder gepflasterte Flächen müssen an die Kanalisation angeschlossen sein. Wo Schmutzwasser vom Regenwasser getrennt wird, muss ein spezieller Abfluss oder ein Ölabscheider eingebaut werden. Motorwäschen sind auf Privatgrundstücken grundsätzlich verboten. Die Details überlässt sowohl der Bund als auch das Land mit dem Hessischen Wassergesetz den Kommunen. Wer sich also die Kosten der Waschstraße sparen will, sollte zuvor im Rathaus nachfragen. Bad Nauheim und Friedberg zum Beispiel verfügen in ihrer Entwässerungssatzung jedoch nur, dass Benzin und Öl in der Kanalisation nichts zu suchen haben. Ob in den beiden Städten schon einmal Autowäscher mit Bußgeldern belegt wurden, war nicht zu erfahren.



Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 11.01.2017 - 18.00 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang